
Landschaftsformen in Miniatur - Neue Freilandausstellung im Naturpark Nuthe-Nieplitz eröffnet
In einer neuen Freilandausstellung können Besucher jetzt die verschiedenen Landschaften des Naturparks Nuthe-Nieplitz in Miniaturform besichtigen. Die "Glauer Felder" wurden am Mittwoch eröffnet.
Acht Naturpark-Lebensräume vom Gewässer bis zur Binnendüne können Naturliebhaber künftig im Naturpark Nuthe-Nieplitz (Teltow-Fläming) erkunden. Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) eröffnete am Mittwoch die auf dem Außengelände des Naturparks gelegene 15 Hektar große Freilandausstellung "Glauer Feld".
Die Miniaturausgabe der verschiedenen Biotope biete wunderbare Voraussetzungen, bereits die jüngsten Gäste für die Vielfalt der Natur zu begeistern, sagte Tack. Die Ausstellung schärfe den Blick sowohl für Artenreichtum als auch für die Bedeutung nachhaltigen Handelns.

Große Teile des Parks sind Vogelschutzgebiet
Neben der Freilandausstellung bietet der 623 Quadratkilometer große Naturpark auch Vogelbeobachtern und Wanderern Möglichkeiten. Ein Viertel der Fläche ist als Vogelschutzgebiet ausgewiesen.
Am Blankensee leben verschiedene Rohsängerarten, Blaukehlchen und Bartmeisen. Die Flachseen bei Stangenhagen bevölkern Gründel- und Tauchenten, in den Feuchtwiesen brüten seltene Watvögel wie Kiebitz oder Rotschenkel. Wanderern stehen sogenannte Natur- und Kulturführer zur Seite, die für das Projekt "BeWandert" ausgebildet wurden.

Naturpark besteht seit 1999
Früher war die Nuthe-Nieplitz-Niederung ein weiträumiges Überschwemmungsgebiet, wurde aber bereits seit dem 18. Jahrhundert entwässert. Überregional bekannt ist das Gebiet für den Spargelanbau rund um Beelitz.
In Brandenburg gibt es fünfzehn Großschutzgebiete, darunter elf Naturparks und der Nationalpark Unteres Odertal. Dazu existieren 119 Landschafts- und 490 Naturschutzgebiete. Rund 750 Quadratkilometer ist unter anderem der Naturpark Barnim groß. Der Naturpark Hoher Fläming hat mit dem 200 Meter hohen Havelberg die größte Erhebung im norddeutschen Tiefland. Die Niederlausitzer Heidelandschaft bietet eine bizarre Kulturlandschaft nach dem Ende des Tagebaus.
