Protest gegen Schweinemastanlage in Haßleben 2012 (Quelle: dpa)

Protestaktion in Potsdam - 47.000 Unterschriften gegen geplante Schweinemastanlage

Das Landesumweltamt hat sie bereits genehmigt, doch Tierschützer machen weiter mobil gegen die geplante Schweinemastanlage in Haßleben (Uckermark). Die Gegner haben mehr als 47.000 Unterschriften gesammelt. Sie sind davon überzeugt, dass die Inbetriebnahme sich noch verhindern lässt.

Gegner der geplanten Schweinemastanlage in Haßleben haben am Mittwoch rund 47.000 Unterschriften im Potsdamer Landtag abgegeben. Zuvor habe es eine Protestaktion in der Innenstadt gegeben, sagte der Sprecher des Landesverbands der Grünen in Brandenburg, Simon Zunk.

Die "Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt" hatte die Unterschriften gesammelt. Die Anlage sei zwar genehmigt, man sei aber überzeugt, dass sich die Inbetriebnahme noch immer verhindern lasse, hatte die Organisation im Vorfeld mitgeteilt. Juristische Schritte seien vorbereitet.

Schweine (Foto: dpa)
Rund 37.000 Schweine sollen in der Mastanlage gehalten werden

Das Landesumweltamt hatte die umstrittene Anlage für rund 37.000 Schweine im Juni genehmigt. Klagen sind aber möglich. Am Dienstag hatte der Deutsche Tierschutzbund Widerspruch gegen die Genehmigung eingelegt. Die Schweine würden nicht artgerecht gehalten, hieß es zur Begründung.

Zahl der Schweineschlachtungen weiter gesunken

Dabei werden in Brandenburg immer weniger Schweine geschlachtet. Wie das Statistikamt Anfang der Woche mitteilte, ging die Zahl im ersten Halbjahr binnen Jahresfrist um 12,7 Prozent auf 585.100 Tiere zurück. Die Schlachtzahlen seien bereits das dritte Jahr in Folge rückläufig.

Ursache hierfür könnte die ungünstige Preisentwicklung am Markt sein. Insgesamt wurden in Brandenburg in den ersten sechs Monaten dieses Jahres knapp 60.000 Tonnen Fleisch verarbeitet. Das Gros davon entfällt mit 54.470 Tonnen auf Schweinefleisch.

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