
Sohn tatverdächtig - Familie durch Messerstiche schwer verletzt
In der Spreewaldgemeide Werben ereignete sich in der Nacht zu Dienstag eine Familientragödie: Ein 26-jähriger Mann soll seine Eltern und den jüngeren Bruder mit einem Messer angegriffen und sich dann selbst schwer verletzt haben. Sein Vater und er schweben in Lebensgefahr.
In der Nacht zum Dienstag ereignete sich in der Spreewaldgemeinde Werben ein blutiges Familiendrama : Ein 26-jähriger hat drei seiner Familienangehörigen mit einem Messer angegriffen und sich dann selbst schwer verletzt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Cottbus mit.
Zeugen hatten am Dienstagmorgen die Polizei zu dem Wohnhaus der Familie gerufen, wie die Polizei mitteilte.
Dort fanden die Beamten den 47 Jahre alten Vater und seinen 26 Jahre alten Sohn mit lebensgefährlichen Verletzungen - die 48 Jahre alte Mutter und der 16 Jahre alte Sohn waren schwer verletzt.
Zeugen beschrieben Familie als unauffällig und ruhig
Der Rettungsdienst brachte alle vier Schwerverletzten in Krankenhäuser. Das Motiv der Bluttat war zunächst unklar, da weder der Tatverdächtige noch die Opfer vernehmungsfähig sind.
Erste Vermutungen deuteten darauf hin, dass es in der Familie zuvor zum Streit und zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen war. Welche Art von Messer benutzt wurde, werde noch untersucht.
Das Haus war während der Ermittlungen abgesperrt. Nachbarn äußerten sich entsetzt über das Geschehen. Sie sprachen im Gespräch mit dem rbb von einer ansonsten unauffälligen, ruhigen Familie.

Ein Bild des Grauens
Zeugen hatten in der Nacht zum Dienstag um 2.24 Uhr die Polizei zu dem Wohnhaus der Familie in Werben (Spree-Neiße) gerufen, wie die Ermittler mitteilten. Als die Polizisten in dem Einfamilienhaus eintrafen, bot sich ihnen ein Bild des Grauens. In der Wohnung lagen vier durch Messerstiche schwer verletzte Familienangehörige - Mutter, Vater und zwei Söhne. "Sie bluteten stark, überall war viel Blut, literweise", verlautete aus Ermittlerkreisen.
Bevor die Polizeibeamten ihre Ermittlungen aufnahmen, leisteten sie Erste Hilfe, bis die Rettungskräfte eintrafen. Nach dem Einsatz mussten die Polizisten ihre blutverschmierten Uniformen wechseln, bevor sie den Dienst fortsetzen konnten, hieß es bei den Ermittlern.
Der Vater und die beiden Söhne kamen in ein Klinikum in Cottbus, die Mutter wurde in eine Spezialklinik in Berlin-Marzahn eingeliefert. Die Ermittlungen führen die Staatsanwaltschaft Cottbus und die Mordkommission.

