
Baumaßnahmen an der Linie U8 - Halt am U-Bahnhof Leinestraße entfällt für fast ein Jahr
Decke neu, Fahrstuhl rein: Schon monatelang wird der U-Bahnhof Leinestraße saniert. Bis bei den Arbeiten größere Schäden an der Beton- und Stahlkonstruktion festgestellt wurden. Deshalb ist der Bahnhof seit Montag nun ganz dicht - für eine "Betongrundinstandsetzung". Und die soll bis zum nächsten Sommer dauern.
Für BVG-Kunden am südlichen Ende der U-Bahn-Linie 8 in Berlin wird es die nächsten Monate ganz bitter. Der Verkehr ist wegen Bauarbeiten am Bahnhof Leinestraße seit Montag unterbrochen - und das für fast ein Jahr.
Von der Sperrung betroffen ist der Abschnitt zwischen den Bahnhöfen Boddinstraße und der Endstation Hermannstraße, wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mitteilten. Die Unterbrechung soll bis zum Sommer 2014 dauern.
Der U-Bahnhof Leinestraße wird bereits seit 2011 saniert. Hier sollten unter anderem der Deckenputz und der Anstrich erneuert werden. Doch beim Entfernen des Putzes wurden weit umfangreichere Schäden an der Decke festgestellt. Diese sollen trotz sorgfältiger Voruntersuchungen in diesem Ausmaß nicht erkennbar gewesen sein, so die BVG. Ein neuer Anstrich reicht also nicht mehr aus - die Bahnhofsdecke wird nun gesichert und komplett saniert. Die Reparatur wird nach Angaben der BVG rund 2,5 Millionen Euro kosten.
Kein Ersatzverkehr an der Leinestraße
Betroffenen Fahrgästen wird empfohlen, den gesperrten Abschnitt zu umfahren, etwa ab Hermannplatz mit der U7 bis zum Bahnhof Neukölln und von dort aus weiter mit den S-Bahnlinien S41, S45, S46 und S47 bis Hermannstraße.
Den Anwohnern rund um den U-Bahnhof Leinestraße hilft dies jedoch wenig. Sie müssen seit Montag etwas länger laufen - denn einen direkten Ersatzverkehr gibt es nicht. Der U-Bahnhof Leinestraße ist ab Boddinstraße oder Hermannstraße mit der Buslinie 344 erreichbar. Die BVG gestattet hier aus Kulanz ein Umsteigen von der U8 in den Bus 344 mit einem Kurzstreckenticket.
Außerdem wird Buslinie M44 über die Emser Straße zum S-Bahnhof Neukölln verlängert, über den Fahrgäste mit Hilfe der U7 zum Hermannplatz gelangen können.
Den U-Bahnhof Leinestraße in Berlin-Neukölln gibt es seit 1929. Er steht unter Denkmalschutz. Bereits seit 2011 wird an dem Bahnhof gebaut: Geplant sind neue Wand- und Bodenbeläge, neue Decke und neue Treppen. Außerdem ist der Einbau eines Aufzugs vorgesehen, der aber wohl nicht vor 2014 in Betrieb genommen wird.

