Sicherheitspersonal steht im U-Bahnhof Zoologischer Garten an den Gleisen der U2 in Berlin. (Bild dpa)

Häufigste Straftat: Taschendiebstahl - Weniger Gewalttaten in Berliner Bussen und Bahnen

Erfreuliche Nachrichten von der BVG: Laut deren Statistik ist es auf Straße und Schiene deutlich sicherer geworden. Zwar gab es 2012 über 2.000 Körperverletzungen, doch die Zahl ist rückläufig. Am unsichersten reisen Taschen und ihr Inhalt.

Die Zahl der Gewalttaten in Bussen, U-Bahnen und Straßenbahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Das hat eine Analyse des BVG-Vorstandes auf Grundlage der polizeilichen Kriminalstatistik und eigener Daten für den Zeitraum 2006 bis 2012 ergeben.

So wurden in der Berliner U-Bahn im Jahr 2006 noch 6,02 Gewalttaten je eine Million Fahrten registriert, 2012 waren es nur noch 4,38.

Taschendiebstähle sind größtes Problem

Die Polizei registrierte im Jahr 2012 insgesamt 2.373 Körperverletzungen im Bereich der BVG, 2006 waren es knapp 400 mehr. Auch die Zahl der gemeldeten jährlichen Raubtaten ging von 2006 bis 2012 von 739 auf 430 zurück.

Angriffe auf BVG-Mitarbeiter gab es 2012 nur noch 173 - im Jahr 2006 waren es noch dreimal so viele (612).

Ein Hinweisschild der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit der Aufschrift "Video - Zu Ihrer Sicherheit" (Bild dpa)
Videokameras helfen laut BVG bei der Kriminalitätsbekämpfung in Bussen und Bahnen

"Die größte Rolle spielen noch immer die Taschendiebstähle", sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Auf Bahnhöfen und in Fahrzeugen der BVG seien im vergangenen Jahr 4.200 dieser Delikte angezeigt worden.

Statistisch gesehen sei man als Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs seltener Opfer von Kriminalität als in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens, sagte Reetz. Dazu trage auch die Videoüberwachung bei. Die BVG überwacht alle U-Bahnhöfe und alle U-Bahnen. Auch in rund 80 Prozent der Busse und in jeder zweiten Tram sind Kameras installiert.

Mehr Polizeipräsenz

Bei der BVG seien derzeit 250 Sicherheitsleute beschäftigt, 60 mehr als vor zwei Jahren. Die seien aber nicht die einzigen Mitarbeiter, die sich um Sicherheit kümmerten. Hinzu kämen auch Bahnhofsmanager und Servicekräfte, die in Notfällen schnell Hilfe herbeirufen könnten. Außerdem habe der Senat Wort gehalten und mehr Polizisten für den öffentlichen Nahverkehr abgestellt, sagte Reetz.

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