Florian Eckardt, Abendschau | 09.09.2013

Siegerentwurf für IGA 2017 vorgestellt - Marzahn-Hellersdorf bekommt einen Wolkenhain

Der Wettbewerb um die Gestaltung der Internationalen Gartenausstellung (IGA) ist entschieden: Ein mehr als 100 Hektar großes Gelände in Marzahn-Hellersdorf wird in den nächsten Jahren in einen Park mit Wasserfällen, Seecafé und Hangterassen umgewandelt. Highlight ist ein Aussichtsturm in futuristischer Wolkenform.

Eines der größten Stadtgrundstücke im Osten Berlins wird für die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2017 völlig umgestaltet. Die Pläne dafür lieferten das Büro geskes.hack Landschaftsarchitekten und VIC Brücken und Ingenieurbau, die sich im Wettbewerb um die IGA gegen 25 Konkurrenten durchsetzten.

Nach Mitteilung einer IGA-Sprecherin wird sich die geplante Parklandschaft zwischen Marzahn und Hellersdorf erstrecken. Sie führt entlang der Kienbergsohle bis in die bereits bestehenden "Gärten der Welt". Diese sollen im Zuge der IGA in ihrer Flächengröße verdoppelt und um zeitgenössische Beispiele der Gartengestaltung erweitert werden. Der Ausstellungsumfang soll insgesamt rund 100 Hektar betragen.

Das Konzept sieht unter anderem vor, den Kienberg zu einem ökologischen Stadtwald mit vielfältigen Sportmöglichkeiten weiterzuentwickeln und Projekte der Naturbildung im Wuhletal zu initiieren.

Lob für den Panoramaweg mit weißer Wolke

Die internationale Jury lobte den Siegerentwurf. Er vereine die einzelnen Landschaftsräume zu einem "logisch aufeinander Bezug nehmenden Ensemble". Besondere Würdigung fand die Gestaltung eines Panoramaweges über die Wuhle entlang der Kienbergsohle bis in die Gärten der Welt.

Die neue Wegeverbindung zwischen Marzahn und Hellersdorf führt an einem Seecafé sowie an abwechslungsreichen Hangterrassen und an atmosphärischen Wassergärten vorbei. Auch das Aussichtsbauwerk auf dem Kienberg in Form einer Wolke wurde gelobt, da es eine "poetische Interpretation dieses besonderen Ortes zulässt".

Alle 26 Entwürfe des Wettbewerbs sind vom 14. bis 27. September 2013 in der Markthalle Marzahn zu sehen.

Von Tempelhof an den Stadtrand verlegt

Ursprünglich war die Schau auf dem ehemaligen Flughafengelände in Tempelhof geplant. Aus Kostengründen war die Ausstellung dann an den östlichen Stadtrand verlegt worden.

Statt 50 Millionen Euro sollen nun in Marzahn nur noch 40 Millionen Euro ausgegeben werden, wovon 35 Millionen Euro durch Eintrittsgelder, den Verkauf von IGA-Artikeln sowie durch Sponsoring gedeckt werden sollen.

Etwa zweieinhalb Millionen Gäste werden erwartet. Im Gespräch ist auch eine Seilbahn über den Kienberg. Die 170 Tage dauernde Gartenschau in Berlin widmet sich der Zukunft von urbanem Grün. Dabei geht es um erneuerbare Energien und nachhaltig angelegte Landschaften.

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