
Unrühmlicher Platz 3 in Deutschland - Studie: Berliner Pendler stehen jährlich 71 Stunden in Staus
Berlin hat Bronze geholt! Eigentlich eine gute Nachricht, wenn zum Beispiel Athleten aus der Region bei den Olympischen Spielen antreten. In diesem speziellen Fall aber wird Berlin die Trophäe wohl eher verstecken: Die bekommt die Stadt nämlich für ihren zum Teil katastrophalen Straßenverkehr.
Ein Berliner Berufspendler verbringt durchschnittlich 71 Stunden im Jahr im Stau. Das ergab eine Untersuchung des Vereins Mobil in Deutschland, die am Donnerstag in München vorgestellt wurde.
Zu den Zeiten, in denen die Straßen besonders voll sind, müssen Autofahrer in der Hauptstadt demnach 27 Minuten mehr Zeit für ihre Strecke einplanen. Damit bekam Berlin die Note 4 und landete auf dem dritten Platz unter Deutschlands acht "Top-Staustädten".
Mehr Verkehrschaos gibt es den Ergebnissen zufolge nur in Stuttgart und Hamburg.
Am meisten staut es sich laut Studie am Donnerstagabend und Montagmorgen. Relativ frei seien die Straßen hingegen am Montagabend und Freitagmorgen.
Für die Studie hatte der Verein Datenmaterial des Navigationsgeräteherstellers TomTom ausgewertet. Dieser stellt einen sogenannten "Congestion Index" für insgesamt 161 Städte zusammen, also eine Auflistung über den Grad der Verkehrsbehinderung. Insgesamt sind laut Mobil in Deutschland in der TomTom-Datenbank mehr als sechs Trillionen Messungen gespeichert, täglich kommen mehr als fünf Milliarden hinzu.
Der Automobilclub hat nach eigenen Angaben rund 2.000 Mitglieder und versteht sich als Alternative zum Platzhirsch ADAC, der rund 18 Millionen Mitglieder hat.
Die 8 Top-Stau-Städte in Deutschland
| Stadt |
Verlängerung der Fahrtzeit um... |
| Stuttgart |
33% |
| Hamburg |
32% |
| Berlin |
28% |
| Köln |
26% |
| München |
24% |
| Frankfurt a.M. |
22% |
| Düsseldorf | 18% |
| Bremen | 17% |



