
Wert deutlich über Bundesdurchschnitt - Brandenburg: Acht von 100 Schülern bleiben ohne Abschluss
In Brandenburg verlassen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums acht von 100 Schülern die Schule ohne Abschluss oder Berufsbildungsreife. Das ist allerdings nicht nur für die Schulabgänger selbst ein Problem, sondern auch für Betriebe, die Lehrlinge suchen.
Acht von 100 Schulabgängern schafft in Brandenburg den Abschluss nicht – nach Ansicht des FDP-Fraktionsvorsitzenden Andreas Büttner sind das zu viele. Büttner kritisiert, dass die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss noch deutlich über dem Bundesschnitt von 5,8 Prozent liege. "Das gilt insbesondere in den ländlichen Gebieten Brandenburgs, also dort, wo der Fachkräftemangel am Größten ist", sagte Büttner.
Büttner fordert angesichts der Zahlen bessere Startchancen und mehr Engagement in der frühkindlichen Bildung sowie in der schulischen und beruflichen Aus- und Fortbildung. Wünschenswert sei ein deutlich engerer Kontakt von Schulen und Unternehmen sowie die gezielte Anwerbung ausländischer Fachkräften, um die Probleme zu lösen.
Betriebe suchen händeringend Azubis
Die mangelhafte Qualifikation vieler Schulabgänger ist ein Grund dafür, dass Betriebe immer größere Probleme dabei haben, ihre Lehrstellen zu besetzen. In Brandenburg blieben 2011 fünf Prozent der Lehrstellen unbesetzt, 2012 waren es sieben Prozent.
Auch wenn sich passende Bewerber finden, dauert das oft sehr lange. Allerdings ist das nicht nur bei Lehrstellen so: Im Jahr 2009 brauchten kleine und mittelständische Unternehmen im Schnitt 40 Tage für die Besetzung einer freien Stelle mit einem ausgelernten Mitarbeiter. Mittlerweile sind es nach Angaben des brandenburgischen Wirtschaftsministeriums 76 Tage.


