
Gewalttätige Dealer - Zwei Verletzte nach Messerattacke im Görlitzer Park
Ein mutmaßlicher Dealer hat zwei junge Männer mit einem Messer angegriffen und verletzt. Sie hatten offenbar sein Drogenangebot abgelehnt. Der Görlitzer Park gilt als größter illegaler Drogenumschlagplatz Berlins.
Der Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg gilt nicht unbedingt als sicherster Ort Berlins – dies hat sich nun erneut bestätigt. Bei einem Messerangriff sind zwei Männer in dem Park verletzt worden.
Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hatte ein Unbekannter einem der Männer am Montagabend Drogen angeboten. Als dieser ablehnte, wurde der Dealer gewalttätig. Der 19-Jährige konnte zunächst unverletzt flüchten.
Als er wenig später mit einem Freund zurückkehrte, geriet er mit dem Angreifer sowie weiteren Personen erneut in Streit. Beide wurden daraufhin mit einem Messer attackiert. Der 19-Jährige wurde am Unterarm verletzt, sein 25-jähriger Begleiter an der Schulter. Beide wurden ambulant im Krankenhaus behandelt. Der oder die Täter wurden nicht gefasst.

Coffeeshop statt Polizeirazzien
Der Görlitzer Park ist neben der Hasenheide einer der größten illegalen Drogenumschlagplätze in Berlin. Um den Dealern die Geschäftsgrundlage zu entziehen, will die Grünen-Fraktion des Bezirks einen Coffeeshop in dem Park einrichten.
Dahinter steht die Idee, weiche Drogen wie Cannabis und Marihuana legal zu verkaufen und so die Dealer aus dem Park zu drängen. Bisher versucht die Politik, den Dealern mit Polizeirazzien beizukommen, meist erfolglos. Einen Tag später stehen die Dealer wieder an ihren Plätzen.
Der Weg zu einem Coffeeshop ist lang, da der Handel mit Drogen in Deutschland durch das Betäubungsmittelgesetz verboten ist. Eine schnelle Umsetzung der Idee ist daher schwierig.


