
Artenschutz in Brandenburg - Fischer setzen Störe aus eigener Aufzucht in der Oder aus
Der Stör ist ein so genannter Knochenfisch und entwicklungstechnisch noch älter als die Dinosaurier. Jedoch sind viele Störarten vom Aussterben bedroht, weshalb sich die Brandenburger Fischereibehörden seit Jahren um eine Neuansiedlung im Odergebiet bemühen. Nun haben zwei Fischer aus Friedrichsthal erstmals auch Störe aus eigener Aufzucht ausgesetzt.
Erstmals schwimmen junge Störe aus märkischer Zucht in der Oder. Die 1000 Jungfische wurden am Mittwoch in Friedrichsthal (Uckermark) in den Fluss gesetzt.
Seit 2006 wurden im Odergebiet eine halbe Million Störe ausgesetzt, um den Fisch wieder anzusiedeln. "Diese Fische stammten bisher aus Aufzuchtanlangen außerhalb Brandenburgs", erläuterte ein Sprecher des Agrarministeriums. Die Oder war einst Laichgebiet des Störs. Inzwischen seien die verschieden Arten des Störs aber weltweit sehr gefährdet oder vom Aussterben bedroht, teilte das Ministerium mit.
Inzwischen kümmern sich Fischer aus Friedrichsthal um die Nachzucht. In Behältern wachsen die Fische bereits in Oderwasser heran. Die jetzt in die Wildnis entlassenen Tiere sind zwischen sieben und zwölf Zentimeter lang. Ziel ist es, den Baltischen Stör wieder in der Oder anzusiedeln. Störe sind Knochenfische und älter als der Dinosaurier. Sie wandern zunächst ins Meer und kehren nach Jahren zum Laichen an ihren "Geburtsort" zurück.
Beide Fischereibetriebe seien bestrebt, ihre Arbeit auch in den kommenden Jahren fortzusetzen, hieß es in der Mitteilung weiter. Das Projekt werde mit EU-Mitteln des Nationalparks Unteres Odertal und des Naturschutzbundes Deutschland unterstützt.
