Der Weg zur ersten Wohnung ist in Berlin und Potsdam zuweilen ziemlich beschwerlich: Das Angebot ist knapp, die Nachfrage groß. Berechnungen von FAZ.de (September 2013) haben ergeben, dass man nur in Hamburg mehr Stunden arbeiten muss als in Berlin, um seine Monatsmiete zahlen zu können. Grund sind die steigenden Mieten in der Hauptstadt aber vor allem das niedrige Lohnniveau bei Studentenjobs.
Wer Glück hat und sparen will, bekommt eine Wohnung im Studentenwohnheim. Dort gibt es derzeit 9.000 Wohnplätze, etwas weniger als letztes Jahr. Damit stellt das Studentenwerk zwar sechs Prozent der Berliner Studenten eine Wohnung zur Verfügung. Allerdings sind alle Plätze bereits belegt und auf der Warteliste sind knapp 1.000 Studenten.
Besonders beliebt sind Wohnheime im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. In den Wochen nach dem Semesterstart werden erfahrungsgemäß Plätze frei, große Hoffnungen sollte man sich allerdings nicht machen. Ein Zimmer kostet im Schnitt 198 Euro und ist damit deutlich günstiger als die meisten WG-Zimmer in der Stadt. Gegen Wohnheimmangel versucht das Studentenwerk vorzugehen, indem zum Beispiel in Adlershof ein Studentendorf mit 400 Plätzen entsteht.