
Haftbefehl erlassen - Mutter gesteht Tötung ihres eigenen Kindes
Nach dem Fund einer Babyleiche in Glindow wird nun wegen Totschlags gegen die Mutter des Säuglings ermittelt. Sie habe eingeräumt, den kleinen Jungen getötet zu haben, hieß es von Seiten der Staatsanwaltschaft Potsdam. Auch die Obduktion des Kindes hatte eine unnatürliche Todesursache ergeben.
Nach dem Tod eines Säuglings in Glindow bei Potsdam wird gegen die Mutter wegen Totschlags ermittelt. Das Amtsgericht Potsdam hat am Mittwoch Haftbefehl erlassen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in der Landeshauptstadt mit. Die 34-Jährige habe die Tat eingeräumt, hieß es.
Die Obduktion am Mittwochmorgen hatte ergeben, dass der kleine Junge eines unnatürlichen Todes gestorben war. Der Säugling sei lebensfähig gewesen, sagte Christoph Lange, Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam im rbb. Mehrere Tage hatte es in ein Tuch gewickelt in einem Kompostierer gelegen. Die Ermittlungen konzentrierten sich nun auf das Motiv der Beschuldigten.
Festnahme bereits am Dienstagabend
Die Mutter war bereits am Dienstagabend vorläufig festgenommen worden. Laut Ermittler hatte sich die Frau bei der Polizei gemeldet und auf einem Parkplatz in Werder (Potsdam-Mittelmark) auf die Beamten gewartet.
Wenige Stunden zuvor war das tote Baby auf dem Grundstück der Familie in Glindow (Potsdam-Mittelmark) gefunden worden – vermutlich von einem Angehörigen der Mutter. Das Kind sei erst vor wenigen Tagen dort abgelegt worden.
Zuletzt war in Brandenburg im Februar vergangenen Jahres ein totes Baby in Hohen Neuendorf (Oberhavel) gefunden worden. Es wurde in einer Plastiktüte auf dem Grundstück der Eltern der Mutter entdeckt.


