
Neue Tarife bei den Berliner Bäderbetrieben geplant - Schwimmen wird ein teurer Spaß
Die Berliner Bäderbetriebe stehen unter einem großen wirtschaftlichen Druck. Denn sie verlieren seit Jahren Besucher. Jährlich muss der Senat Millionen zuschießen. Damit die Bäder besser über die Runden kommen, will der neue Bäderchef Bested Hensing ab 2014 die Preise grundsätzlich ändern: Wer zu Hochzeiten des Betriebs kommt, muss tiefer in die Tasche greifen.
Der neue Bäderchef Bested Hensing plant eine grundsätzliche Umstrukturierung der Tarife bei den Berliner Bäderbetrieben (BBB): Das Schwimmen soll ab kommendem Jahr teurer werden - nicht für alle, aber wohl für die meisten. Satte 5,50 Euro (ermäßigt 3,50), einen Euro mehr als bislang, sollen diejenigen zahlen, die vor 10 und nach 15 Uhr baden wollen. Zu einer Zeit also, wenn die Schwimmbäder sowieso gut besucht sind.
Billiger soll es dafür in den Randzeiten von 10 bis 15 Uhr werden, wenn in Berlins Bädern traditionell vergleichsweise wenig Betrieb herrscht: Dann soll der Eintritt 3,50, ermäßigt 2 Euro kosten.
Teurer wird ebenfalls die Familienkarte - allerdings sollen mit ihr zukünftig statt lediglich drei bis zu sieben Personen ins Schwimmbad Einlass finden. So wird es für kleinere Familien teurer, für große Familien günstiger.
Neu eingeführt werden soll ein Kurzzeittarif: Besucher sollen damit für 3,50 Euro insgesamt 45 Minuten baden gehen können, jedoch nur in der Zeit zwischen 6 und 8 Uhr sowie ab 20 Uhr - und das auch nur in ausgewählten Bädern. Welche das sein sollen, ist noch nicht bekannt.
Großer wirtschaftlicher Druck
Das Hauptziel der neuen Tarifreform ist klar: Mehr Geld soll damit in die Kassen der Berliner Bäderbetriebe fließen, 2,2 Millionen jedes Jahr. Denn die Bäderbetriebe stehen unter einem gewaltigen wirtschaftlichen Druck. Seit Jahren verlieren sie Besucher. Damit die Bäder überhaupt über die Runden kommen, muss der Senat jährlich Millionen Euro zuschießen.
Der Aufsichtsrat der Bäderbetriebe wird sich am 1. November mit den Preisvorschlägen befassen.

