Eine Frau wärmt auf einem Weihnachtsmarkt an einem Glühweinbecher ihre Hände (Bild: dpa)

Weihnachtsmärkte in der Region - Der Glühwein fließt wieder

Auf den Plätzen Berlins und Brandenburgs geht es wieder süß und besinnlich zu: Die Saison der Weihnachtsmärkte hat begonnen. Ihre Fans freuen sich, Gegner stöhnen und die Händler frohlocken. Der Auftakt fand in diesem Jahr an der Gedächtniskirche statt.

Der erste Advent ist erst am kommenden Sonntag, doch der Countdown Richtung 24.12. läuft schon auf den Weihnachtsmärkten in Berlin und Brandenburg. Den Anfang machte am späten Montagvormittag der Markt an der Berliner Gedächtniskirche.

In der Hauptstadt ist das Angebot wie immer riesig: rund 60 Märkte sind es insgesamt. Besonders weihnachtlich geht es in Mitte mit insgesamt 14 Weihnachtsmärkten zu, Charlottenburg-Wilmersdorf folgt mit 13 Märkten. Schlusslicht ist dagegen Friedrichshain-Kreuzberg - hier gibt es nur drei Märkte.

Brandenburg kann dieses Jahr mit insgesamt rund 170 Weihnachtsmärkten aufwarten. Am Montag eröffnet Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) den Potsdamer Weihnachtsmarkt auf der Brandenburger Straße zwischen St. Peter und Paul Kirche und Luisenplatz. Der Cottbuser Weihnachtsmarkt wird dagegen erst am Mittwoch eröffnet - und zwar mit dem Anschneiden eines zehn Meter langen Weihnachtsstollens.

Weihnachtsmärkte profitieren auch von den Touristen

Froh über den Beginn der Saison sind nicht nur ausgewiesene Fans der Weihnachtsmärkte, sondern vor allem die Einzelhändler. "Eine Steigerung des Umsatzes um ein bis zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist möglich", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Günter Päts, schon Mitte November. Die Weihnachtssaison zieht auch viele auswärtige Gäste an.

Der Berliner Tourismusverband geht von drei bis fünf Prozent mehr Übernachtungen in den Adventswochen aus als noch im Jahr 2012. Damals sind es allein im Dezember 800.000 gewesen. Davon profitieren natürlich auch die Weihnachtsmärkte. Der Schaustellerverband, der den Markt an der Gedächtniskirche organisiert, ist optimistisch, die Vorjahresmarke von einer Million Besuchern zu übertreffen.

Für die passende Beleuchtung Licht zu den Adventstagen sorgte am Montag Bischof Markus Dröge. Er schaltete gemeinsam mit Handelsvertretern die Weihnachtsbeleuchtung in Berlin ein. Mit der Aktion im Einkaufszentrum Boulevard Berlin im Stadtteil Steglitz wurde symbolisch die Adventszeit eingeläutet.

Die Kampagne "Alles hat seine Zeit - Advent ist im Dezember" soll zugleich Verständnis für besondere Festzeiten des Jahres wecken und dazu beitragen, durch den Verzicht auf frühzeitige Weihnachtswerbung die Vorfreude auf das Weihnachtsfest zu bewahren.

2012: Weihnachtsmarkt-Aufschrei in Potsdam

Im vergangenen Jahr gab es in Brandenburgs Landeshauptstadt einen großen Aufschrei. Denn in Potsdam hatte der historische Weihnachtsmarkt noch vor dem Totensonntag und der Adventszeit eröffnet.

Kritik kam von der evangelischen und der katholischen Kirche. Es zeuge von mangelnder Sensibilität der Stadtverwaltung gegenüber religiösen Traditionen, dass sie "den Weihnachtsrummel bereits im November aktiv unterstützt", sagte Stadtkirchenpfarrer Simon Kuntze damals.

Die Stadt hatte geantwortet, dass man keine rechtliche Möglichkeit gesehen habe, den Antrag abzulehnen. Der Verweis auf religiöse Traditionen reiche nicht aus. Händler und Veranstalter hatten beantragt, den Markt schon früher zu eröffnen.

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