Ein Beamter der Polizeidirektion West präsentiert in Potsdam einen Beutel mit Cannabis (Quelle: dpa)

Kampf gegen Drogenhandel - Dealer-Ring in Brandenburg ausgehoben

Ein großer Erfolg für die Brandenburger Polizei: Nach einem Jahr akribischer Ermittlungen haben die Beamten einen Dealer-Ring auffliegen lassen und gegen zwei Männer Haftbefehl erlassen. Zusätzlich wurden kiloweise Drogen beschlagnahmt.

Die Polizei hat im havelländischen Falkensee einen mutmaßlichen Dealer-Ring ausgehoben und kiloweise Drogen beschlagnahmt.

Gegen zwei 27 und 34 Jahre alte Männer aus Falkensee und Berlin habe das Amtsgericht Potsdam Haftbefehl erlassen, teilte Direktionschef Peter Meyritz am Mittwoch in der Landeshauptstadt mit. Die beiden Haupttäter sitzen seit Ende letzter Woche in Untersuchungshaft.

Tausende Euro Bargeld liegen am 06.11.2013 in der Polizeidirektion Potsdam (Brandenburg) während einer Pressekonferenz auf einem Tisch. (Quelle: dpa)
Neben Drogen fanden die Ermittler auch Bargeld

"Verkaufswert beläuft sich auf mehr als 180.000 Euro"

Mehr als 40 Ermittler waren den professionell organisierten Händlern nach eigenen Angaben bereits seit einem Jahr auf der Spur. In der vergangenen Woche konnte eine Drogenübergabe von einem Kilo Cannabis (sogenanntes "Gras") dokumentiert werden. Dabei schlugen die Fahnder zu.

Offenbar waren die Drogen hauptsächlich für den Berliner Markt bestimmt. In einer Bunkerwohnung im Berliner Bezirk Spandau wurden bei einer Durchsuchung mehr als elf Kilogramm Cannabis, ein Kilo Amphetamine und 200 Gramm Kokain sichergestellt.

Zudem wurden 76.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Der Verkaufswert beläuft sich den Angaben zufolge auf mehr als 180.000 Euro. Gegen zwei weitere 30 Jahre alte Männer wird noch ermittelt.

Der Leiter der Polizeidirektion West, Peter Meyritz, spricht am 06.11.2013 in der Polizeidirektion Potsdam (Brandenburg) während einer Pressekonferenz über einen Fahndungserfolg der Polizei gegen einen havelländischen Dealerring in Falkensee (Quelle: dpa)
Peter Meyritz, Chef der Polizeidirektion West

Nicht nur Drogen sicher gestellt

Der lange Ermittlungszeitraum erkläre sich mit der akribischen Ermittlungsarbeit, hieß es. Alle Eventualitäten mussten beweissicher belegt werden. "Wenn wir die Wohnung des 27-Jährigen in Falkensee durchsucht hätten, hätten wir nicht ein Gramm gefunden", sagte Kripo-Chefermittler Holger Kutzschebauch. Erst habe die Bunkerwohnung in Berlin-Spandau gefunden werden müssen.

Dort seien die Drogen auf engsten Raum in einem Kühlschrank, Tresor und wegen des starken "Gras"-Geruchs auf dem Balkon gelagert gewesen. Zudem seien unzählige schwarze Tragetaschen und 35 Mobiltelefone gefunden worden, erklärte Kutzschebauch. Der Zugriff sei ein harter Schlag gegen eine florierende Drogenszene im Havelland, bemerkte Meyritz. Wegen der Nähe zu Berlin würden andere versuchen, den Markt des mutmaßlichen Drogendealerrings zu übernehmen.

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