
Jagdsaison gestartet - Brandenburgs Wildschweine spielen Verstecken
Die Jagdsaison in Brandenburg hat begonnen: Hunde treiben das Wild, die Jäger positionieren sich auf ihren Hochsitzen. Doch in diesem Jahr wird es für die Jäger schwieriger, die Wildschweine, Hirsche und Rehe auch zu treffen. Denn die haben mehr Möglichkeiten, sich zu verstecken.
In Teilen Brandenburgs gibt es nach Einschätzung des Landesjagdverbandes zu viele Wildschweine, Hirsche und Rehe. Grund dafür ist der zunehmende Anteil von Getreidefeldern, der die Jagd erschwert. "Die hochwachsende Bepflanzung bietet dem Wild Nahrung und Deckung", sagt Verbandpräsident Wolfgang Bethe. Am Wochenende hat - traditionell zum Hubertustag am 3. November - die herbstliche "Drückjagdsaison" begonnen.
Dabei wird das Wild auf großen Flächen mit Hilfe von Treibern und Jagdhunden in Bewegung gebracht. Die Jäger postieren sich auf Hochsitzen. Bis Ende Januar werden vornehmlich Reh-, Rot- und Schwarzwild geschossen. "In einigen Waldgebieten wird auch Muffelwild gejagt", sagte Bethe. Waldbesucher sollten auf Hinweisschilder achten.
Im Jagdjahr 2011/12 wurden in Brandenburg laut Behörden knapp 150.670 Stück Schalenwild (Hirsche, Wildschweine) zur Strecke gebracht - 8 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem Wildschweine wurden laut Jagdbericht weniger geschossen - rund 60.850 Wildschweine. Damit lag der Rückgang bei 16 Prozent. Zahlen für die Jagdsaison 2013/13 wurden noch nicht veröffentlicht.
Wildtiere sind Gefahr für Autofahrer
Im Herbst sind besonders Wildschweine aktiv. Nach der Umstellung auf die Winterzeit am vergangenen Wochenende sei auch das Risiko für Wildunfälle gestiegen, sagt der Deutsche Tierschutzbund. Der Berufsverkehr falle nun noch mehr in die Dämmerstunden.
Zu dieser Zeit seien viele Wildtiere wie Rehe und Wildschweine auf Nahrungssuche. Auch Igel, Hasen, Füchse und frei laufende Katzen könnten durch das Dämmerlicht leichter übersehen und überfahren werden.
Autofahrer sollten deshalb vor allem in Gebieten mit großem Waldanteil wie in Brandenburg ihre Geschwindigkeit auf 60 bis 80 Stundenkilometer drosseln, raten die Tierschützer. Nach Angaben des Verbandes sterben bundesweit jedes Jahr bis zu 200.000 Rehe und mehr als 20.000 Wildschweine durch Zusammenstöße mit Autos.



