Eine Solarfähre wird am 17.12.2013 im Hafen von Königs Wusterhausen (Brandenburg) bei Berlin per LKW angeliefert. (Quelle: dpa)

Dieselgeneratoren nur bei Schlechtwetter - BVG-Fähren stellen auf Strom um

Nachts kommen sie an die Steckdose, tagsüber sorgen Solarzellen auf dem Dach für Strom: Ab dem neuen Jahr sollen die meisten Fähren der BVG mit Elektroantrieb fahren können. Nur im Notfall kommen die Dieselgeneratoren zum Einsatz. Zudem sorgt eine besondere Bauweise für ein energiesparendes Gleiten der Fähren durch die Gewässer.

Die meisten Fähren der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sollen vom neuen Jahr an mit Elektroantrieb fahren können.

Der Antrieb der neuen Schiffe erfolgt mittels Elektromotoren. Bei Sonnenschein sorgen Solarzellen auf dem Dach für die notwendige Energie, bei Schlechtwetter springt notfalls ein Dieselgenerator ein. Über Nacht werden die Batterien zusätzlich per Ladestrom aufgeladen.

Die neuen Elektrofähren mit einer Fahrzeuglänge von 18 Meter und 5,22 Meter Breite, sind außerdem in Katamaran-Bauweise hergestellt worden. Die schlanke Wasserlinie hat eine geringe Wasserverdrängung zur Folge und verbraucht somit weniger Energie.

Wannsee-Fähre fährt noch mit Diesel-Antrieb

Den Anfang mit Elektro-Antrieb machen am 1. Januar 2014 die F11 auf der Spree in Oberschöneweide und die F12 auf der Dahme in Köpenick. Zu Saisonbeginn 2014 am Karfreitag folgen die F21 in Schmöckwitz und die F23 am Müggelsee. Dann fahren nur noch die Wannsee-Fähre der Linie F10 als größtes Schiff mit reinem Diesel-Antrieb und die F24 von Müggelheim nach Rangsdorf.

Die neuen Elektrofähren verfügen über 28 Sitzplätze, zwei Rollstuhlplätze und zehn Fahrradstellplätze. Insgesamt haben die Fähren eine Kapazität von 35 Fahrgästen. Der gesamte Fahrgastraum ist behindertengerecht ausgestattet.

Die neue BVG-Solarfähre