
Silvesterparty am Brandenburger Tor - Willkommen 2014!
Auf Deutschlands größter Silvesterparty in Berlin haben hunderttausende Menschen das neue Jahr begrüßt. Der Andrang auf der Festmeile war so groß, dass alle Eingänge schon lange vor Mitternacht geschlossen werden mussten. Bis zu zwei Millionen Besucher aus aller Welt waren zum Jahreswechsel nach Berlin gereist.
Willkommen 2014 - mit Jubel und einem riesigen Feuerwerk über dem Brandenburger Tor hat Berlin das neue Jahr begrüßt. Hunderttausende feierten auf der größten Silvesterparty des Landes mit Blick auf das Wahrzeichen der Stadt. Die letzten Sekunden bis Mitternacht wurden im Chor heruntergezählt.
Pünktlich um Mitternacht erstrahlte dann ganz Berlin in allen Farben des Regenbogens: In elf Minuten wurden "6.500 Einzelteile" des berühmten Silvesterfeuerwerks hoch in den Nachthimmel geschossen. Auf der Festmeile erklangen dazu flotte Töne des "Trans-Sibirian Orchestra".
Schon lange vor Mitternacht mussten die Eingänge geschlossen werden - so groß war der Andrang. An einigen Stellen der rund zwei Kilometer langen Partystrecke ging es zeitweise weder vor noch zurück.
Entspannte Stimmung trotz des Gedänges
Trotz des Gedränges war die Lage laut Veranstalter entspannt und die Stimmung gut. Die Polizei musste die Menschenmassen außerhalb der Meile zwischendurch in geordnete Bahnen lenken, hatte aber keine größeren Zwischenfälle zu vermelden. Rund 250 Einsatzkräfte standen rund um die Partymeile bereit. Sie sollten Streife laufen und den Veranstalter bei Einlasskontrollen unterstützen.
Die Partymeile war bereits ab dem Mittag gut besucht: Gäste aus Thailand, China oder Brasilien spazierten über die zwei Kilometer lange Strecke und tranken Glühwein. Viele Besucher trugen fröhliche bunte Kopfbedeckungen mit Plüsch-Tierohren oder glitzernde Zylinder.
Allzusehr bibbern mussten die Partygäste nicht. Die Temperaturen in Berlin lagen in der Nacht um den Gefrierpunkt.
Tuchfühlung im Gedränge am Brandenburger Tor
Zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule waren vor allem die Kontaktfreudigen gut aufgehoben: Im Geschiebe und Gedränge bot sich viel Gelegenheit für Kommunikation mit Wildfremden aus aller Welt. Bis hin zur Tuchfühlung beim Sekt-Anstoß zu Mitternacht.
Zum Lösen der Zunge und zur allgemeinen Stärkung fanden sich Speisen und Getränke an insgesamt 150 Ständen. Getränke selbst mitbringen war nicht erlaubt - es gab strenge Einlasskontrollen.

260 Stars: Heino, Scooter, Adel Tawil
Den Abend über gaben insgesamt 260 Stars auf drei Bühnen ihr Bestes [das Programm als PDF-Download]. Die meisten waren deutsch oder deutschsprachig, darunter Dauer-Schlagerbarde Heino, der zuletzt auch als Rockmusiker von sich reden machte, dazu die Bands Scooter, Frida Gold und Santiano oder die Musiker Adel Tawil und Matthias Reim. Die Auftritte wurden auf der Festmeile selbst auf sieben Videowänden gezeigt.
Tanzbein-Schwingen im Hawaii-Sound
Party-Power brachten auch die rbb-Welle radioBERLIN 88,8 zusammen mit der rbb-Abendschau auf die Bühne: "Atemlos" und "Sherman Noir & The Highway Surfers" reizten das Tanzbein, die "Lucky Leles", die glücklichsten Ukulelen Berlins, brachten Hawaii-Stimmung in die kalte Berliner Nacht.
Die rbb-Bühne befindet sich genau in der Mitte der Festmeile, etwa auf Höhe des "Hauses der Kulturen der Welt".
Raketen einschmuggeln verboten
Mitgebrachte Feuerwerkskörper oder Böller durften Besucher der Festmeile nur auf einem so genannten Abbrennplatz an jedem der sechs Eingänge zünden. In der Partyzone selbst waren sie streng verboten. Beim Sicherheitscheck an den Eingängen gaben sich die Kontrolleure alle Mühe, illegales Einschmuggeln zu verhindern.
Sicherheit durch Zaun und Ordner
Für reibungslose Abläufe sorgten rund 400 Ordner. Der Veranstalter "Silvester in Berlin", der die Party bereits zum 19. Mal organisierte, setzte sie zusätzlich zu den Polizei-Beamten ein.
Zur besseren Kontrolle diente der Festivalzaun, der rund um die Partyzone aufgebaut wird. Er kostet den Veranstalter um die 100.000 Euro, wie Sprecherin Doreen Kinzel rbb online sagte.
40.000 Euro für neue Pflanzen
Für Besucher war der Eintritt frei. Alles andere wird von den Sponsoren Coca-Cola, Berliner Kindl, Opel, Ruwe, und Rotkäppchen finanziert.
Darunter fällt auch das Aufräumen am Neujahrstag: Allein das Herrichten niedergetrampelter Pflanzen im Tiergarten schlägt mit etwa 40.000 Euro zu Buche.
Insgesamt zwei Millionen Besucher aus aller Welt
Rund zwei Millionen Besucher aus aller Welt sind zum Jahreswechsel in Berlin - das schätzt zumindest VisitBerlin, der offizielle Tourismus-Vermarkter der Hauptstadt. Rund 60 Prozent von ihnen sind vermutlich aus anderen Teilen Deutschlands angereist, 40 Prozent aus dem Ausland, insbesondere aus Großbritannien, Spanien, den Niederlanden, Skandinavien und den USA.
Mehr Russisch, Arabisch, Chinesisch
Auch Russisch, Arabisch oder Chinesisch dürfte man bei so mancher Berliner Silvesterparty gehört haben: Der Trend zur Berlin-Reise ist auch in Russland, den arabischen Golfstaaten und den Asien-Pazifik-Staaten (u.a. Australien, Indien, China) angekommen, wie VisitBerlin-Chefin Katharina Dreger rbb online sagte.
Mit Material von Andrea Marshall



