Zwei S-Bahnen nahe dem Bahnhof Tiergarten in Berlin. (Quelle: dpa)

S-Bahn warnt vor lebensgefährlichen Folgen - Gleiswandern wird zum Volkssport

Immer häufiger betreten Fahrgäste die Gleise der S-Bahn, zum Beispiel, wenn ihr Zug auf freier Strecke warten muss. Ein richtiger Volkssport sei daraus mittlerweile geworden, kritisiert die S-Bahn. Dabei kann das lebensgefährlich sein.

Immer mehr Fahrgäste wandern auf den S-Bahn-Gleisen herum.  Sie steigen einfach aus und gehen zu Fuß weiter, wenn ihr Zug auf freier Strecke halten muss - zum Beispiel wegen eines Notarzt-Einsatzes.  

Mittlerweile sind das keine Einzelfälle mehr, sagte S-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz am Dienstag dem rbb, sondern es sei ein regelrechter Volkssport daraus geworden. Ein gefährlicher Volkssport übrigens, denn das Berühren der Stromschienen kann das Leben kosten, erklärt Priegnitz: Die S-Bahn wird mit einer seitlichen Stromschiene mit 750 Volt betrieben.

Stromabschaltungen legen Verkehr lahm

Wegen umherwandernder Fahrgäste kommt es auch immer häufiger zu Verzögerungen: Wenn der Zugfahrer Menschen auf den Schienen sieht, lässt er den Strom nämlich sicherheitshalber abschalten. Und dann geht in dem betroffenen Bereich erstmal gar nichts mehr.

Auch entgegenkommende Züge seien eine nicht zu unterschätzende Gefahr, meint S-Bahn-Sprecher Priegnitz. Außerdem könne Gleiswandern andere Menschen zur Nachahmung verleiten.

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