Kinder fotografieren einen tauchenden Eisbären im Tierpark Berlin (Quelle: dpa)

Mehr Besucher nach Friedrichsfelde - Saleh schlägt Hallenbad im Tierpark vor

Wie lockt man mehr Besucher in den etwas abseits gelegenen Tierpark im Osten Berlins? Ganz einfach: Man bietet den Gästen dort die Möglichkeit schwimmen zu gehen, denn ein Bad wird in der Region ohnehin gebraucht. Noch ist das Ganze eine Idee von SPD-Fraktionschef Saleh. Sollte sie je umgesetzt werden, will der Politiker vor allem auf eines achten.

Im Berliner Tierpark Friedrichsfelde könnte nach einem Vorschlag von SPD-Fraktionschef Raed Saleh ein Hallenbad gebaut werden. Damit könnte die Anziehungskraft des unter Besuchermangel leidenden Tierparks im Osten der Stadt gesteigert und zugleich eine Lücke in der Schwimmbad-Versorgung in dieser Region geschlossen werden, sagte Saleh am Montag bei einer Pressekonferenz.

Damit soll ein Synergieeffekt für den Tierpark und die Bäderbetriebe erzielt werden, die beide über zu geringe Einnahmen klagen. Die SPD-Fraktion strebe an, die knappen Mittel künftig zielgenauer zu investieren, betonte Saleh. Die Idee eines Hallenbads im Tierpark will die SPD-Fraktion mit dem neuen Bäderchef Ole Bested Hensing und dem neuen Zoo-Chef Andreas Knieriem besprechen.

Neuaufstellung der Bäderbetriebe

Saleh kündigte ferner an, dass die SPD-Fraktion künftig stärker auf die Einhaltung der in Berlin immer wieder explodierenden Baukosten achten werde. Solche Beispiele wie der lange umstrittene Neubau für die Schauspiel-Hochschule Ernst Busch, deren Kosten von 18 auf 33 Millionen Euro geklettert seien, dürften sich nicht immer wiederholen. Deshalb habe die Koalition eine Neuregelung der Landeshaushaltsordnung beschlossen, die seit Mitte November gelte.

Danach darf die Veranschlagung der Baukosten künftig nicht mehr auf Schätzungen beruhen, wie der Parlamentarische Geschäftsführer Torsten Schneider erläuterte. Zudem müsse für jedes Projekt entsprechend der Bauzeit auch eine Berechnung der Kosten zum Fertigstellungszeitpunkt vorgelegt werden. Änderungen, die Fachpolitiker anmeldeten, müssten von ihren Finanzkollegen gebilligt werden. Stiegen die Kosten um mehr als zehn Prozent, müsse außerdem der Hauptausschuss zustimmen.

Wie die mit teils maroden Bädern und Schulden belasteten Bäderbetriebe modern aufgestellt werden können, sei auch ein Thema der SPD-Fraktionsklausur im Januar, sagte Saleh. Zudem werde sich die Fraktion intensiv mit dem großen Thema Innere Sicherheit, Verfassungsschutz und Polizei beschäftigen.

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