Feuerwehrleute stehen um eine 4,5 Meter tiefe Grube, in der zuvor eine 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt wurde (Quelle: dpa)

Evakuierungen in Hohen Neuendorf - Weltkriegsbombe planmäßig gesprengt

Planmäßig ist am Freitagvormittag die Sprengung einer Fünf-Zentner-Bombe bei Hohen Neuendorf (Oberhavel) verlaufen. Der Blindgänger war in der Nähe einer Kleingartenanlage gefunden worden. Die Hohen Neuendorfer dürfen davon ausgehen, dass es die letzte Bombe in ihrer Stadt war.

Eine Fünf-Zentner-Weltkriegsbombe ist am Freitagvormittag bei Hohen Neuendorf (Oberhavel) planmäßig gesprengt worden. Dafür hatten seit 8.00 Uhr etwa 1.200 Bewohner des Ortes und weitere 800 Menschen im benachbarten Birkenwerder ihre Häuser verlassen müssen.

"Alles ist wie am Schnürchen abgelaufen. Es gab keine Komplikationen", sagte eine Stadtsprecherin. Hohen Neuendorf gilt damit als frei von Weltkriegsbomben: Die 2010 begonnene systematische Suche nach Blindgängern ist abgeschlossen. "Alle Verdachtspunkte aus Luftbildaufnahmen sind abgesucht", bestätigte die Sprecherin.

Der Blindgänger lag in der Nähe einer Kleingartenanlage in den Havelwiesen. Eine Entschärfung war wegen des defekten Zünders nicht möglich. Am Fundort wurden 64 Kubikmeter Strohballen angefahren, um die Druckwelle abzufangen.

Wegen des Orkantiefs "Xaver" war zeitweilig erwogen worden, die Sprengung zu verschieben; die Stadt hielt dann aber am ursprünglichen Zeitplan fest.

Weltkriegsbombe legte Oranienburgs Innenstadt lahm

Erst am Mittwoch war in der Innenstadt von Oranienburg ein 500-Kilo schwerer Blindgänger unschädlich gemacht worden. 12.000 Menschen mussten dazu ihre Wohnungen verlassen oder konnten nicht in ihre Büros. Der Fundort der Bombe hatte genau zwischen zwei Wohnblocks gelegen; außer kleineren Rissen und kaputten Dachluken gab es aber keine größeren Schäden.

Bei einer Sprengung am 21. November waren im Oranienburger Ortsteil Lehnitz dagegen erhebliche Schäden entstanden. Weil die 500-Kilo-Bombe wegen eines chemischen Zünders nicht abtransportiert werden konnte, musste er noch am Fundort gesprengt werden. Dabei wurde ein Wohnhaus komplett zerstört.

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