Symbolbild: Einbrecher dringt durch Fenster in Wohnung ein (Quelle: imago)
Abendschau | 13.01.2014 | Norbert Siegmund

Weniger Wohungseinbrüche in Berlin - Einbrecher nehmen Eigenheime und Villen ins Visier

Einbrecher in Berlin haben offenbar dazu gelernt. Sie dringen vermehrt in freistehende Häuser und Villen ein - also dort, wo viel zu holen ist. Insgesamt aber ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Berlin 2013 deutlich zurückgegangen. Innensenator Henkel (CDU) spricht von einer "Trendumkehr".

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Berlin ist im vergangenen Jahr gesunken - um acht Prozent im Vergleich zu 2012.

Fast 9.000 Mal drangen Einbrecher in Berliner Wohungen ein, wie die Polizei mitteilte. 2012 gab es noch knapp 9.800 Fälle. Allerdings stieg die Zahl der Einbrüche in Häuser und Villen um knapp drei Prozent auf knapp 2600 Fälle.

Innensenator Frank Henkel (CDU) während einer Sitzung im Abgeordnetenhaus von Berlin (Quelle: dpa)
Innensenator Frank Henkel (CDU)

"Reisende Täter" gehen professionell vor

Nachdem in den Vorjahren immer mehr Einbrüche in der Hauptstadt registriert wurden, sei nun "die Trendumkehr geschafft", sagte Innensenator Frank Henkel (CDU) am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses.

Es handele sich oft um "reisende Täter" mit hoher Professionalität, sagte Henkel weiter. Die Polizei habe sich darauf eingestellt.

Mehr Fälle im Speckgürtel

In Brandenburg war dagegen die Zahl der Einbrüche zuletzt um zehn Prozent gestiegen.

Fast die Hälfte (44,4%) aller Einbruchsdiebstähle gab es laut Polizei im Speckgürtel rund um Berlin. Vor allem die Region Potsdam und Potsdam-Mittelmark sei betroffen, gefolgt von den Kreisen Havelland, Oberhavel und Barnim.