
Über eine Million Schaden - Haftbefehl gegen Familie
Vermutlich weil sie Geld brauchte, soll eine Familie aus Brandenburg rund 100 Straftaten begangen haben. Die Liste ist so lang wie umfangreich: Brandstiftungen, Einbrüche, Betrug. Der 37-Jährigen Mutter, ihrem Sohn und ihrem Lebensgefährten drohen jetzt lange Gefängnisstrafen.
Eine Familie aus Brandenburg soll mehr als 100 Straftaten auf dem Kerbholz und Schäden in Millionenhöhe verursacht haben. Jetzt hat die Polizei im Landkreis Oberhavel das Ehepaar und einen 16-jährigen gefasst.
Dem Trio werden dutzende Brandstiftungen, Keller- und Ladeneinbrüche sowie Betrugs- und Verkehrsdelikte im Raum Gransee zur Last gelegt, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Allein der Schaden durch die Brandstiftungen soll sich auf über eine Million Euro belaufen. Die Polizei spricht von einer "außergewöhnlichen Serie".
Gegen den 24 Jahre alten Mann und seine 37-jährige Ehefrau sei Haftbefehl erlassen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Neuruppin. Auch der 16-jährige Sohn der Frau habe sich an den Straftaten beteiligt. Der Jugendliche sei aber wieder auf freiem Fuß, hieß es. Auch gegen seine Mutter wurde der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt. Haupttäter soll der 24-Jährige sein.
Familie hat zum Teil gestanden
Nach intensiver Ermittlungsarbeit waren die beiden Erwachsenen am Mittwoch in ihrer Wohnung in Zehdenick festgenommen worden. Den 16-Jährigen fassten Fahnder in Berlin. Bei Hausdurchsuchungen fanden Beamte Diebesgut und Tatwerkzeuge. Die Brände soll die kriminelle Familie gelegt haben, um die Einbrüche zu vertuschen.
Die vorgeworfenen Straftaten haben die Familienmitglieder laut Staatsanwaltschaft teilweise gestanden. Es droht eine lange Haftstrafe. Ermittelt wird unter anderem wegen schweren Bandendiebstahls, Brandstiftung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
