Polizeibeamte untersuchen am 11.01.2014 in Berlin den Tatort einer Schießerei. (Bild dpa)

Verbindung zum Rockermilieu vermutet - Sechste Festnahme nach Mord im Wettbüro

Wenige Tage nach einem brutalen Überfall in einem Wettbüro hat die Polizei zwei weitere Verdächtige festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, zusammen mit vier anderen Männern einen 26-Jährigen in Reinickendorf regelrecht hingerichtet zu haben.

Fast zwei Wochen nach einem Mord an einem jungen Mann in einem Berliner Wettbüro meldet die Polizei einen weiteren Ermittlungserfolg.

Nach Angaben der Behörde, haben die Beamten zwei weitere Verdächtige festgenommen. Bei einem von ihnen handle es sich um ein "führendes Mitglied eines Berliner Rockerclubs".

Zunächst war gegen 13 Uhr ein 29-Jähriger im Polizeiabschnitt 36 in der Pankstraße festgenommen worden. Gegen ihn lag bereits ein Haftbefehl vor; die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mann wegen des gemeinschaftlichen Mordes.

Etwa zwei Stunden nach der ersten Festnahme stellte sich dann ein weiterer Mann den Ermittlern. Auch er wurde bereits als Tatverdächtiger für den Mord im Wettbüro geführt. Gegen den 31-Jährigen hatte die Staatsanwaltschaft bereits einen Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Mordes beim Ermittlungsrichter erwirkt, der ihm am Freitag verkündet werden soll.

Am 10. Januar hatte eine Gruppe von Männern das Wettbüro in Reinickendorf gestürmt und einen 26-Jährigen erschossen. Nach Medienberichten soll der Mord ein Racheakt in Rocker-Kreisen gewesen sein. Am vergangenen Freitag hatte die Polizei bereits zwei Verdächtige und am Dienstag einen dritten Mann verhaftet. Erst am Mittwoch fasste ein Spezialeinsatzkommando einen vierten Verdächtigen im Ortsteil Wedding. Die Haftbefehle, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft erlassen wurden, lauteten auf gemeinschaftlichen Mord.

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