
Intensivtäter wurde wieder rückfällig - "Boss der Sonnenallee" vor Gericht geständig
Vom Intensivtäter zum Filmstar und jetzt wieder zum Straftäter. Die Geschichte des 23-jährigen Yehya ist wechselvoll. Der staatenlose Palästinenser war zum Streitschlichter in Berlin Neukölln avanciert und wurde deshalb in einer Dokumentation portraitiert. Jetzt steht er erneut vor Gericht und ist geständig.
Die Hauptfigur aus dem ZDF-Dokumentarfilm "Gangsterläufer" hat mehrere Raubüberfälle vor Gericht gestanden. Zwischen August und Oktober des vergangenen Jahres habe Yehya die Filiale einer großen Bekleidungskette und einen Geldboten überfallen sowie einen Bekannten in dessen Wohnung ausgeraubt. Mehr als 57.000 Euro seien erbeutet worden. Mitangeklagt sind fünf weitere Männer, darunter zwei seiner Brüder und seine damalige Freundin. Der 23-Jährige hat die Taten gestanden, seine mutmaßlichen Komplizen ebenfalls.
Selbst die Polizei bat ihn um Hilfe
Im Jahr 2011 wurde der selbst ernannte "Boss der Sonnenallee" von Filmemacher Christian Stahl portraitiert, der Dokumentarfilm wurde im vergangenen Jahr im ZDF ausgestrahlt.
Yehyas Geschichte ist wechselvoll. Bereits mit sieben Jahren war er bei der Polizei registriert worden, mit 17 musste er für drei Jahre ins Gefängnis wegen eines brutalen Raubüberfalls. Scheinbar geläutert engagierte er sich anschließend als Streitschlichter unter Jugendlichen in Berlin Neukölln und wurde zum Sozialassistenten ausgebildet. Selbst die Polizei nahm seine Hilfe in Anspruch. Der staatenlose Palästinenser wollte nach eigener Aussagen heiraten und eine Familie gründen.
Seit Oktober sitzt er nun wieder im Gefängnis und muss vermutlich mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.
