Vermutlich Schaden in Millionenhöhe - Bootshalle in Spandau abgebrannt
Millionenschaden in Spandau. Am frühen Donnerstagmorgen ist eine 3.000 qm Bootshalle auf dem Gelände der Marina Lanke komplett ausgebrannt. Alle darin befindlichen Boote wurden zerstört, der Schaden geht in die Millionen. Auch einen Tag danach ist die genaue Ursache unklar. Die Polizei geht aber von Brandstiftung aus - bereits die zweite auf dem Gelände.
Auf dem Gelände der Marina Lanke in Berlin-Spandau hat am Donnerstagmorgen gegen 5.00 Uhr eine 3.000 qm große Bootshalle Feuer gefangen. Etwa 150 Feuerwehrleute waren ausgerückt, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Die Marina teilte auf ihrer Homepage mit, dass von dem Brand die Bootslager- und Bootsbauerhalle der Werft und die dort untergebrachten Boote betroffen seien. Auch Teile der Slipanlage wurden demnach beschädigt. Die Kurse der Segelschule würden jedoch wie geplant stattfinden, so die Betreiber der Anlage.
Halle zur Hälfte eingestürzt
Gegen 13 Uhr gelang es der Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Im Einsatz war auch ein Löschboot. Es diente vor allem dazu, das Löschwasser aus der Havel zu pumpen, so Feuerwehrsprecher Sven Gerling.
Schwierigkeiten bereiteten die Propangasflaschen an Bord der Schiffe und eine Gasleitung in der Halle. Sie zerbrach und das Gas fing sofort Feuer. Die leitung musste vom Netzbetreiber erst abgestellt werden.
Etwa die Hälfte der Halle sei eingestürzt, erklärte Gerling weiter. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch Stunden an. Wie hoch der Schaden ist, lässt sich noch nicht beziffern, aber schätzen. 50 Boote waren in der Halle eingelagert, das teuerste hat einen Wert von über einer Million Euro. Alle wurden zerstört. Boris Quiotek von der EIS Yachtversicherung sagte im rbb: "Die Halle war voll. Es waren Boote im Millionenbetrag eingelagert".
Die Brandursache ist nach wie vor unklar. Jedoch geht die Polizei von Brandstiftung aus, da auf einer Salonyacht im Hafen, abseits der Halle, ebenfalls ein Brandanschlag verübt wurde.
Brand vor drei Jahren auf dem selben Gelände
Im Januar 2011 hatte es auf dem Gelände der Marina schon einmal gebrannt. Damals ging eine historische Werfthalle aus dem Jahr 1919 in Flammen auf. Die Polizei ging ebenfalls von Brandstiftung aus, der oder die Täter wurden nie ermittelt.
Größter Yachthafen Berlins
Der Yachthafen an der Havel ist nach Angaben der Betreiber mit 270 Stegplätzen der größte Anbieter für Bootsliegeplätze in Berlin und Brandenburg. Auf dem Gelände gibt es auch eine Segelschule.
Bis 1966 war auf dem Gelände eine Werft für Binnenschiffe in Betrieb. Der Eigentümer der Marina betreibt die Firma bereits in dritter Generation.




