rbbFernsehen_2013:09:27_-Die_schönsten_Brandenburger_Seen

Internationaler Tag des Wassers - Beste Noten für Brandenburger Seen

Brandenburgs Seen sind in einem hervorragenden Zustand - das wird durch eine neue Studie des Umweltbundesamtes (UBA) noch einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Vor allem tiefe Seen wie der Große Stechlinsee oder der Wandlitzsee bekommen ökologische Bestnoten und sind hervorragend zum Baden und Tauchen geeignet.

Die Seen in Brandenburg gehören zu den saubersten Gewässern in ganz Deutschland, das ist das Ergebnis einer Studie, die das Umweltbundesamt (UBA) in Norddeutschland durchgeführt hat. Wegen ihrer positiven Bewertung seien tiefe und nährstoffarme Seen, wie zum Besipiel der Große Stechlinsee oder der Wandlitzsee, zum Gewässertyp des Jahres 2014 gekürt worden, erklärte das UBA in Dessau-Roßlau. Vorgestellt wurden die Studienergebnisse anlässlich des Internationalen Tags des Wassers an diesem Samstag.

Seen dieser Art kommen laut UBA vor allem im Norddeutschen Tiefland sowie in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Brandenburg und östlich der Elbe in Sachsen-Anhalt vor. Mehr als die Hälfte von ihnen weise einen guten oder sehr guten ökologischen Zustand auf.

Nur knapp 40 Prozent der Seen erfüllen EU-Vorgaben

Mit dieser Einschätzung würden sie bereits heute die Wasserrahmenrichtlinie aus dem Jahr 2000 erfüllen, hieß es weiter. Fast alle Seen dieses Typs sind laut UBA frei von Schadstoffen und eignen sich hervorragend zum Baden und Tauchen. Neben den beiden oben genannten Brandenburger Seen bekamen auch der Plöner See in Schleswig-Holstein, der Schweriner See (Mecklenburg) und der sachsen-anhaltinische Arendsee hervorragende Noten. Von allen Seen in Deutschland würden aber erst knapp 40 Prozent die Kriterien der EU-Wasserrahmenrichtlinie erfüllen. Sie schreibt vor, dass oberirdische Gewässer bis Ende 2015 einen guten ökologischen und chemischen Zustand erreicht haben sollen. Das Ziel gilt als erreicht, wenn sich die für ein Gewässer typischen und auf natürliche Weise vorkommenden Gemeinschaften von Fischen, Pflanzen und Kleinstlebewesen ausbilden.

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