Westpark im Park am Gleisdreieck (Quelle: Grün Berlin)

Flaschenhalspark südlich der Yorckstraße - Drittes Parkstück am Gleisdreieck geöffnet

Berlin ist seit Freitag um eine Erholungsfläche reicher: Der Flaschenhalspark südlich der Yorckstraße hat seine Tore für die Besucher geöffnet. Ein Jahr wurde die frühere Bahnbrache umgestaltet. Er ist Teil eines grünen Bandes zwischen den großen Parkflächen am Gleisdreick und dem Schöneberger Südgelände.

Nach einem Jahr Bauzeit ist ein weiterer Teil des Parks am Gleisdreieck freigegeben worden. Nach dem Ostpark und dem Westpark können die Berliner ab Freitag den so genannten Flaschenhalspark nutzen. Er schließt südlich an den Park am Gleisdreieck an und erstreckt sich von der Yorckstraße bis zur Monumentenstraße. Hier befinden sich auch die beiden Eingänge. Noch in Planung ist laut Senat eine "komfortable Verbindung" zwischen dem Park am Gleisdreieck und dem Flaschenhals über die Yorckbrücken.

"Schöneberg rückt näher an den Potsdamer Platz heran"

Der Flaschenhalspark, der seinen Namen seiner Form verdankt, ist über fünf Hektar groß. Seine Fertigstellung kostete laut "Tagesspiegel" zwei Millionen Euro. Der Park wurde nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung möglichst naturnah gestaltet - mit der typischen Vegetation einer Bahnbrache, Wiesen und Trockenrasen. Er ist Teil des Fernradwegs Berlin-Leipzig.

Stadtentwicklungssenator Michael Müller lobte zur Eröffnung am Freitag, der Park bringe den Berlinern neue Möglichkeiten der Naherholung, "sei es zu Fuß, per Rad oder mit dem Skateboard". Sibyll Klotz, Stadträtin in Bezirk Tempelhof-Schöneberg, sagte: "Schöneberg rückt näher an den Potsdamer Platz heran, zu Fuß kann man in 15 Minuten dort sein."

Der Flaschenhalspark verbindet den großen Ost- und Westpark am Gleisdreieck mit dem Natur-Park Schöneberger Südgelände. Über die Monumentenbrücke gelangt man zum Nord-Süd-Grünzug von der Monumentenbrücke bis zur Torgauer Straße. Hier wird ab dem Sommer 2014 noch an der Weiterführung von der Monumentenbrücke bis zum Alfred-Lion-Steg gebaut. Das südliche Teilstück von dort bis zum Bahnhof Südkreuz ist bereits fertiggestellt.

Weitere Grünflächen in der "Schöneberger Schleife" geplant

Der rund 17 Hektar große Ostpark wurde 2011 fertiggestellt und reicht von den Yorckbrücken bis zum Deutschen Technikmuseum. Vor rund einem Jahr öffnete dann der neun Hektar große Westpark zwischen Landwehrkanal und Yorckstraße.

Die Flächen gehörten vor dem Krieg zum Netz des Anhalter Bahnhofs. Nach dessen Zerstörung und während der deutschen Teilung sie lange brach.

Derzeit werden die Brachen im Rahmen des Konzepts "Schöneberger Schleife" umgestaltet. Dabei geht es darum, das tropfenförmige Areal zwischen Potsdamer Platz und Südkreuz vor allem für Fußgänger und Radfahrer besser zu erschließen. Neben dem Flaschenhalspark und dem Nord-Süd-Grünzug soll es neue Grünanlagen an der Torgauer Straße und den Wannseebahn-Grünzug entlang der Crellestraße geben.

Der Park am Gleisdreieck

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