
Knieriem übernimmt - Zoo-Direktor Blaszkiewitz tritt vorzeitig ab
Der umstrittene Chef von Berliner Zoo und Tierpark, Bernhard Blaszkiewitz, räumt seinen Posten jetzt doch vorzeitig. Bisher hatte er angekündigt, seine Stelle bis Vertragsende - Juni 2014 - ausüben zu wollen. Anfang April übernimmt nun Andreas Knieriem, der sich großen Erwartungen stellen muss.
Der Weg für einen Neuanfang in Zoo und Tierpark in Berlin ist endgültig frei. Der umstrittene Chef beider Einrichtungen, Bernhard Blaszkiewitz, räumt seinen Posten zum 31. März vorzeitig. Nachfolger Andreas Knieriem, bislang Leiter des Münchner Tierparks Hellabrunn, tritt sein neues Amt in der Hauptstadt bereits am 1. April an, wie eine Sprecherin am Freitag weiter mitteilte.
Blaszkiewitz war seit 1991 Tierpark-Direktor und seit 2007 auch Chef des Zoos, dem ältesten deutschen Tiergarten. Der Aufsichtsrat hatte seinen Vertrag im Vorjahr nicht verlängert, er sollte Ende Juni 2014 auslaufen.
Dem heute 60-Jährigen waren immer wieder ein teils harscher Umgang mit Mitarbeitern, Frauenfeindlichkeit sowie einsame Entscheidungen vorgeworfen worden. Einer der Kritikpunkte war, dass ein Konzept für einen attraktiveren Tierpark mit mehr Besuchern nicht vorankam.
Blaszkiewitz hatte lange darauf bestanden, sein Amt nicht vorzeitig abzugeben. Kritiker hatten darauf gedrängt, die lähmende Hängepartie zu beenden. Der promovierte Biologe wollte sich nach Angaben der Sprecherin nicht dazu äußern, ob er eine Abfindung bekommt.
Große Erwartungen
Knieriem hatte sich bereits den Mitarbeitern in Zoo und Tierpark vorgestellt. Der 48-Jährige war auf ein positives Echo gestoßen. Der Förderverein von Zoo und Tierpark sprach von einer historischen Weichenstellung. Die Hauptstadtzoos könnten jetzt ins 21. Jahrhundert starten, sagte Vorsitzender Thomas Ziolko.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Frank Bruckmann, dankte Blaszkiewitz für seine zoologischen Verdienste und jahrzehntelange Arbeit. Von Knieriem, einem promovierten Veterinärmediziner, werde Großes erwartet.
Die CDU-Abgeordneten Alexander Herrmann und Danny Freymark teilten mit, der neue Direktor könne auf die Unterstützung ihrer Fraktion im Abgeordnetenhaus zählen. Dem scheidenden Blaszkiewitz sprachen sie "Respekt und Dank" aus.






