
"Nicht überall realisierbar" - Berlin prüft weitere grüne Wellen für Radfahrer
Stop & Go gibt es nicht nur für Autofahrer auf Berlins Straßen, sondern auch für viele Radfahrer. Denn sie müssen an vielen Ampeln warten, die für Autofahrer-Geschwindigkeit programmiert sind. Nachdem nun in Schöneberg eine erste kleine grüne Welle eingerichtet wurde, prüft der Senat weitere Möglichkeiten. Doch das scheint schwierig zu sein.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung strebt an, auf weiteren Berliner Straßen "grüne Wellen" für Radfahrer einzurichten.
Die Erfahrungen mit einem Modellprojekt in Schöneberg seien positiv, sagte der Abteilungsleiter für Verkehr, Burkhard Horn, am Dienstag im rbb.
Dabei wurden die Ampeln in der Belziger Straße so programmiert, dass Radfahrer nicht mehr an roten Ampeln warten müssen. Bedingung: Die Radler müssen ungefähr mit 16 bis 18 km/h unterwegs sein, um die grüne Welle auch zu schaffen. "Dort ist das relativ problemlos", so Horn. Für Autofahrer und den Nahverkehr sei die Straße zudem keine Hauptverbindung, der Nachteil für sie demnach gering. An großen Hauptverkehrsstraßen gestalte sich das schon schwieriger.
Derzeit würden einige weitere Berliner Strecken genauer untersucht, auf denen die Ampelschaltungen möglicherweise entsprechend verändert werden können. Das soll ohne große Nachteile für Autos und Busse geschehen, so Horn. Die Umstellung sei aber sehr aufwändig. Es werde sicher keine grüne Welle für Radfahrer auf allen Hauptverkehrsstraßen Berlins geben. 1,5 Millionen Wege würden täglich per Rad zurückgelegt, sagte Horn. Das sei keine kleine Minderheit mehr. Deswegen sei es richtig, dass der Senat die grünen Wellen etablieren wolle. Das dürfe aber nicht zum Nachteil der Autofahrer und des Nachverkehrs geschehen. Deshalb würden weitere Vorhaben mit der TU Berlin geplant.




