Tourist verletzt im Krankenhaus - Nach der Bitte um Zigaretten kam der Messerstich

Er wollte freundlich sein – und landete im Krankenhaus. Zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde ein Berlin-Tourist niedergestochen. Zwei bislang unbekannte Männer fragten den 29-Jährigen am späten Sonnabend in Mitte nach Zigaretten. Als er ihnen nicht mehr als eine geben wollte, wurde einer der beiden Männer gewalttätig.

Es war schon dunkel, als sich der 29-jährige Tourist am Sonnabend gegen 21:45 Uhr ins Berliner Nachtleben stürzen wollte. Wie die Polizei mitteilte, wurde der junge Mann aus Hessen nördlich vom Alexanderplatz, in der Bernhard-Weiß-/Ecke Wadzeckstraße, von zwei Unbekannten angesprochen, die ihn nach Zigaretten fragten. Er gab ihnen eine von seinen ab, doch die beiden Männer  waren damit offenbar nicht zufrieden. Sie forderten den jungen Mann auf, weitere Zigaretten herauszurücken. Doch der lehnte ab und wollte seinen Weg fortsetzen. Da schubste einer der beiden Männer den 29-Jährigen an der Schulter und boxte ihm in den Bauch. Anschließend flüchtete der Angreifer zusammen mit seinem Komplizen in die Nacht.

Nachdem sich der junge Tourist von seinem ersten Schreck erholte hatte, sah er plötzlich Blut auf seinem Bauch, das offensichtlich von einer Stichverletzung herrührte. Laut Polizeiangaben ging er zu seinem Hotel zurück und bat an der Rezeption darum, die Feuerwehr und die Polizei zu rufen. Rettungssanitäter brachten ihn dann in ein Krankenhaus. Er wurde stationär aufgenommen, Lebensgefahr besteht jedoch nicht. Die Polizei ermittelt, von den Tätern fehlt bislang jede Spur.

Bereits im Januar wurde ein Tourist niedergestochen

Erst im Januar war ein 16-jähriger Bolivianer in Berlin niedergestochen worden. Als er am U-Bahnhof "Hallesches Tor" den Fußgängerweg überquerte, ging das einem Autofahrer offenbar zu langsam: Er sprang aus dem Auto und ging auf den jungen Mann los, attackierte ihn mit zwei Messerstichen. Nur eine Notoperation rettete dem 16-Jährigen das Leben. Bis heute wurde der Täter nicht gefasst.

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Den Ort wird Alejandro C. so schnell nicht vergessen - am Fußgängerüberweg am U-Bahnhof „Hallesches Tor“ hätte er fast sein Leben verloren. Der 16-Jährige kommt aus Bolivien und war mit Freunden seit Silvester in Berlin unterwegs.