Der Berliner Zoo und der Tierpark haben einen neuen Chef. Fremd ist Andreas Knieriem die Hauptstadt allerdings nicht - der 48-Jährige hatte hier studiert und promoviert.
"Irgendwo schließt sich da auch ein Kreis", sagte Knieriem deshalb dem rbb.
Der neue Job bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich, die auch in den Unterschieden der beiden Zoos begründet sind: So ist der Tierpark ungefähr fünfmal so groß wie der Berliner Zoo.
"Das Wichtigste ist, dass man genug Platz hat, um auch in 20-30 Jahren noch fortschrittliche Tiergehege zu bauen. Und welcher Zoo hat schon ein eigenes Schloss? Es gibt fulminante Möglichkeiten", sagt Knieriem fasziniert.
Vom neuen Direktor, der zuletzt den Münchner Tierpark Hellabrunn leitete, wird unter anderem erwartet, für den defizitären Tierpark vielversprechende Konzepte vorzulegen.
Allerdings betont Knieriem auch, dass es keine Konkurrenz zwischen Zoo und Tierpark geben soll.
An Ideen fehlt es dem promovierten Tiermediziner wohl nicht: So sollen im Raubtierhaus die Gitterstäbe ersetzt werden - beispielsweise durch Gräben oder Glasscheiben.
Knieriem will, dass bei den Neuerungen alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen.
Gleich am ersten Arbeitstag möchte der neue Chef deshalb mit der gesammelten Belegschaft in Zoo und Tierpark sprechen.