Prozess gegen 22-Jährige aus Golzow begonnen - Mutter gesteht Tötung ihres Neugeborenen
Die Tat löste Entsetzen aus: Im Oktober 2013 soll eine junge Mutter ihren gerade geborenen kleinen Jungen erstochen haben. Die Leiche wurde im Keller ihres Wohnhauses in Golzow (Märkisch-Oderland) entdeckt. Seit Dienstag muss sich die geständige Angeklagte vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) verantworten.
Es war ein grausiger Fund: Am 24. Oktober 2013 entdeckten Polizeibeamte im Keller eines Mehrfamilienhauses in Golzow die Leiche eines neugeborenen Jungen. Das Kind lag, in Decken eingewickelt, in einer Plastiktüte.
Am Dienstag hat am Landgericht Frankfurt (Oder) der Prozess gegen die junge Mutter begonnen. Vor Gericht gestand sie unter Tränen, dass sie ihr Neugeborenes getötet habe. Allerdings könne sie sich an das genaue Tatgeschehen nicht mehr erinnern.
Laut Staatsanwaltschaft soll sie das Baby heimlich zu Hause zur Welt gebracht haben. Danach soll sie versucht haben, das Kind mit einem Handtuch zu ersticken. Als dies misslang, habe die junge Frau insgesamt sieben Mal mit einem Küchenmesser auf ihr Baby eingestochen.
Den Hinweis zu dem toten Baby hatten Beamte aus dem Umfeld der Frau erhalten.
Verwandte der Angeklagten befragt
Als Grund für ihre Tat gab die Angeklagte vor Gericht Überforderung an. Die 22-Jährige, die bereits eine dreijährige Tochter hat, hatte die Tat schon vor Prozessbeginn gestanden.
Unter den Zeugen vor Gericht waren am Dienstag auch die Eltern und Großeltern der Angeklagten. Von der Tat haben sie nach eigenen Angaben nichts mitbekommen.
Für den Prozess hat das Gericht zunächst vier Verhandlungstage vorgesehen. Das Urteil soll Ende April fallen.
(Mit Informationen von Dorett Kirmse)



