Polizist stehen nach dem Fund einer Frauenleiche am 28.12.2015 in Berlin-Pankow in der Nähe des Fundorts am Kiesteich Arkenberge. (Quelle: dpa)
Video: Abendschau | 29.12.2015 | Andreas Jöhrens & Ulli Zelle

Mord aus Habgier? - Polizei findet Frauenleiche - vermutlich vermisste Berlinerin

Die Berliner Polizei hat an einem Kiesteich in Pankow eine Frauenleiche gefunden. Vermutlich handelt es sich dabei um eine seit drei Monaten vermisste Berlinerin. Unter Verdacht stehen zwei Frauen, die bereits in Untersuchungshaft sitzen. Das Motiv soll Habgier gewesen sein - offenbar musste die Frau wegen 500 Euro sterben.

Die Leiche einer seit drei Monaten vermissten Berlinerin ist vermutlich gefunden. An einem Kiesteich im Berliner Norden seien am Montagabend menschliche Überreste gefunden worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Identifizierung stehe zwar noch aus. Angesichts des Fundorts in Blankenfelde und Aussagen einer Beschuldigten gehen die Ermittler jedoch davon aus, dass es sich um die Leiche einer 59-Jährigen aus Berlin-Tiergarten handelt.

500 Euro vom Sparbuch der Toten überwiesen

Die Polizei geht davon aus, dass die Frau Opfer eines Kapitalverbrechens geworden ist. Zwei 36 und 44 Jahre alte Frauen aus Berlin-Moabit sollen die 59-Jährige getötet haben. Sie wurden Mitte Dezember festgenommen und sitzen in Untersuchungshaft. Die beschuldigten Frauen sollen zum Bekanntenkreis der Vermissten gehören.

Zunächst hätten beide falsche und widersprüchliche Angaben gemacht, sagte Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft, der rbb-Abendschau. Später habe eine der Frauen dann Angaben zum Fundort der Leiche gemacht. In der Wohnung des Opfers hätten sich Hinweise ergeben, dass die Frau dort getötet wurde.

Weitere Zeugenbefragungen brachten die Polizei auf die Spur der mutmaßlichen Täterinnen. Das Motiv war offenbar Habgier: Ein Sparbuch der Getöteten verschwand aus der Wohnung, 500 Euro wurden überwiesen. Die Leichenteile der 59-Jährigen wurden dann wohl in Tüten an den Kiessee gebracht und dort vergraben.  

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