Tatort der tödlichen Attacke im Wedding am 27.12.2015 (Quelle: dpa)
Video: Abendschau | 27.12.2015 | Kathrin Zauter

Nach Angriff auf offener Straße in Berlin-Wedding - Polizei hat schwer verletzte Überlebende befragt

Nach der tödlichen Attacke auf offener Straße in Berlin-Wedding ist die Polizei auf der Suche nach den Tätern. Unbekannte hatten vier Männer mit Messern und mindestens einer Schusswaffe angegriffen. Ein 31-Jähriger starb an seinen Verletzungen, die drei anderen kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. Die Polizei hat sie inzwischen vernommen.

Nach den tödlichen Schüssen in Berlin-Wedding sind die Täter weiter auf der Flucht. Bei dem Angriff  auf vier Männer in der Hochstädter Straße war am Samstag eines der Opfer an seinen Verletzungen gestorben. Wie die Polizei mitteilte, hatten die Opfer am Samstag zur Mittagszeit ein Wohnhaus in der Straße verlassen und wollten in ein Auto einsteigen. Dann fuhren jedoch Unbekannte vor und griffen die Männer unvermittelt an - mit Messern und mindestens einer Schusswaffe.

Danach sollen sie neuesten Erkenntnissen zufolge mit mehreren Autos geflüchtet sein. Zunächst waren die Ermittler von einem Wagen ausgegangen.

Polizeifahrzeuge stehen am 26.12.2015 in Berlin im Bezirk Wedding. Bei einem Angriff auf vier Männer ist eines der Opfer getötet worden (Quelle: dpa)
Die Polizei war mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort.

Die Opfer erlitten Schuss- beziehungsweise Stichverletzungen. Ein 31-Jähriger starb auf dem Weg ins Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen, wie Polizeisprecherin Kathrin Ziesme erklärte. Er sei noch am Tatabend obduziert worden.

Die drei anderen Männer im Alter von 36, 44 und 56 Jahren wurden schwer verletzt, sind inzwischen aber außer Lebensgefahr. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit fünf Rettungs- und drei Notarztwagen im Einsatz.

Opfer im Krankenhaus vernommen

Am Sonntag hat die Polizei die schwerverletzten Überlebenden im Krankenhaus  befragt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Über Erkenntnisse aus den Vernehmungen wurde allerdings nichts mitgeteilt. Auch seien Anwohner befragt worden. "Es ist am hellichten Tage in einer Wohngegend passiert", sagte die Sprecherin. "Da schauen Leute aus dem Fenster."

Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Laut Polizei stammen die Opfer aus Bosnien-Herzegowina. Wie die Berliner Zeitung berichtet, soll möglicherweise ein Streit zwischen Familien hinter dem tödlichen Angriff stehen. Die Polizei bestätigte dies jedoch bislang nicht. "Grundsätzlich wird alles beleuchtet", so die Sprecherin.

Etwa 50 Menschen hatten sich nach Polizeiangaben nach der Tat vor dem Krankenhaus versammelt, in dem die Verletzten lagen. Es sei aber friedlich geblieben. Dutzende Trauernde waren demnach nach dem Angriff auch an den Tatort gekommen, um zu trauern. Am Sonntag waren morgens noch einige vor Ort, später war der Tatort aber weitgehend verlassen.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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