Eine junge Frau schaut auf ihr Smartphone. (Quelle: imago/Westend61)

Brandenburgs Staatsschutz ermittelt - SMS fordert zum Konvertieren zum Islam auf

Es war eine ungewöhnliche SMS, die in den vergangenen Tagen Menschen in Nordbrandenburg erreicht hat: Die Adressaten sollten sich für die Konvertierung zum Islam anmelden. Der Staatsschutz kommt zwar zu dem Ergebnis, dass hierbei keine strafbare Handlung vorliegt. Die Ermittler untersuchen den Fall jetzt aber doch etwas genauer.  

In den vergangenen Tagen sind in Brandenburg SMS-Nachrichten mit der Aufforderung verschickt worden, zum Islam überzutreten. Wie die Polizei in Neuruppin am Dienstag berichtet, sind besonders Menschen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin betroffen. Ihnen wurde in der SMS nahegelegt, eine bestimmte Website zu besuchen und sich für die Konvertierung anzumelden.

Einige Empfänger wandten sich daraufhin an die Polizei. "Das Dezernat Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen und hat die Sachverhalte zur rechtlichen Würdigung an die Staatsanwaltschaft übergeben. Eine rechtliche Prüfung ergab, dass das Versenden dieser SMS keine Straftat darstellt", hieß es von der Polizei. Der Verfasser der Kurznachrichten sei der Polizei bekannt.

Allerdings wird jetzt der Inhalt der genannten Internetseite geprüft. Auf der Seite heißt es, Ziel sei es, "den Vatikanstaat aufzulösen und stattdessen - ausschließlich mit friedlichen Mitteln - die gegenwärtige Hauptstadt Italiens zu einer islamischen Theokratie umzuformen".  

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

Studio Frankfurt

Vom Landkreis Oder-Spree bis zur Uckermark: Das rbb-Regionalstudio Frankfurt (Oder) mit Nachrichten, Reportagen und Hintergründen aus der Region.  

Das könnte Sie auch interessieren

Besucher schlendern über das Gelände des Stadtfestes in Eisenhüttenstadt. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)

Drei ruhige Tage - Zehntausende feiern Stadtfest in Eisenhüttenstadt

Eisenhüttenstadt hat friedlich sein Stadtfest gefeiert. Zehntausende waren seit Freitag gekommen, bis auf einige Rangeleien von Betrunkenen blieb es ruhig. Im Vorfeld hatte die Festnahme zweier Terrorverdächtiger für Unruhe gesorgt. Sie sollen sich in Chats über Anschlagsmethoden ausgetauscht und auch das Stadtfest erwähnt haben.