Zwei Jungen mit Kippa
Audio: Inforadio | 13.01.2016 | Doris Anselm

Zwischenfall in jüdischer Einrichtung in Berlin - Kind schießt mit Security-Waffe

Schrecksekunde auf dem Gelände der jüdischen Kita am Spandauer Damm in Berlin: Laut Polizei hatte ein Sicherheitsmitarbeiter seine Waffe verloren. Wenig später fiel ein Schuss. Offenbar hatte ein Schüler der benachbarten jüdischen Schule die Waffe an sich genommen.

Auf dem Gelände der jüdischen Bildungseinrichtungen am Spandauer Damm in Berlin-Charlottenburg müssen Kinder und Lehrer am Dienstag einen Schutzengel gehabt haben. Wie die Polizei dem rbb bestätigte, hatte ein Kind die Waffe eines Sicherheitsmitarbeiters entdeckt, die dieser offenbar verloren hatte.  

Kurz darauf löste sich auf dem Gelände der jüdischen Kita ein Schuss. Nach Angaben der Jüdischen Gemeinde zu Berlin ging das Projektil in den Boden, verletzt wurde niemand. Geschossen habe ein Schüler der benachbarten jüdischen Schule.

Security-Mitarbeiter informierte die Polizei

Wie die Polizei der rbb-Radiowelle 88,8 sagte, hatte ein Wachmann angerufen und gesagt, er habe seine Waffe "verloren". Die Polizei habe aber keine Ermittlungen aufgenommen, weil keine Straftat vorliege und auch keine Anzeige erstattet worden sei. Der Mitarbeiter sei vorerst suspendiert worden.

Das Gelände im Park Ruhwald wird als jüdische Einrichtung rund um die Uhr bewacht. Zu der Einrichtung gehören die "Jüdische Traditionsschule Talmud-Tora" (Grundschule und Gymnasium) und der Kindergarten "Gan Israel". Insgesamt werden dort 175 Kinder und Jugendliche betreut und unterrichtet.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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