Die Streifenwagen der Marke Opel Zafira hatten ihre Probelem mit der Kälte (Quelle: dpa)

Unbeheizte Schulen, frierende Müllmänner, aber ... - Berliner Streifenwagen springen wie von selbst wieder an

Die Probleme der Berliner Polizei mit ihren eingefrorenen Streifenwagen haben sich auf wundersame Weise gelöst. Alle Autos der Flotte sind wieder angesprungen. Aber die Kälte hat nicht nur die Polizei behindert, auch Ampeln fielen aus, Schulen konnten nicht beheizt werden und die Müllmänner mussten frieren.  

Die Probleme der Berliner Polizei mit ihren eingefrorenen Streifenwagen haben sich in Wohlgefallen aufgelöst. Am Dienstagmorgen seien alle Polizeiautos ohne Probleme angesprungen, sagte ein Sprecher. "Die laufen alle wieder." Die genaue Ursache für den Ausfall von 85 der insgesamt 344 Streifenwagen am Montag könne aber nicht mehr festgestellt werden. Es gebe wohl keinen alleinigen Grund, der die Opel-Zafiras stillgelegt habe.

Am Montag war im Internet und von Pannenhelfern spekuliert worden, dass die Ausfälle mit dem Dieselantrieb zu tun gehabt haben könnten. Von gefrorenem Kondenswasser in Filtern oder Pumpen oder von schwachen Batterien war die Rede. Betroffen waren Polizeiautos aus verschiedenen Baujahren der letzten Zeit im ganzen Stadtgebiet. Alle seien aber an polizeieigenen Tankstellen mit sogenanntem Winter-Diesel betankt worden, betonte die Polizei.

Anders als ihre Berliner Kollegen hatten die Brandenburger Streifenpolizisten trotz der Minusgrade bislang keine Startschwierigkeiten. Die Kollegen müssen wohl mal den richtigen Winterdiesel tanken, mutmaßte ein Sprecher des Polizeipräsidiums am Montag.

Signalstörungen haben am Dienstagmorgen den Verkehr auf mehreren S-Bahnlinien beeinträchtigt. Wegen einer Störung am Bahnhof Schönhauser Allee gab es nach S-Bahn-Angaben Verspätungen auf der Ringlinie S41 sowie bei der S8, S85 und S9. Die S85 fuhr zudem nur zwischen Waidmannslust und Nordbahnhof, die S9 nur zwischen Flughafen Schönefeld und Treptower Park. Die S5 fuhr nur zwischen Spandau und Strausberg sowie zwischen Strausberg und Strausberg Nord, so dass die Fahrgäste in Strausberg den Zug wechseln mussten. Ob die Kälte eine der Ursachen war, ist ebenfalls noch ungeklärt.

Alles, was in Berlin in der vergangenen 48 Stunden nicht funktioniert hat, wird nun der Kälte in die Schuhe geschoben. So berichtete die "BZ" über BSR-Müllmänner, die in der Kälte warten mussten. Dem Bericht zufolge ist eine Heizung wegen der Kälte heiß gelaufen im BSR-Gebäude in der Ringbahnstraße in Tempelhof heiß gelaufen. Morgens halb sechs Uhr hätten Dutzende Straßenkehrer das Gebäude verlassen und bei minus elf Grad draußen warten müssen.

Die Feuerwehr hätte anrücken, weil die kaputte Heizung für eine kräftige Rauchentwicklung gesorgt hatte. Der Rauch entpuppte sich allerdings als Wasserdampf, wie der BSR-Sprecher Thomas Klöckner der Zeitung sagte.  

Brandenburger Tor, der Ku'damm und Potsdamer Platz sauber

Die Kälte hat auch Schuld daran, dass die Beseitigung der Berliner Silvesterabfälle ins Stocken geraten lassen. Derzeit könnten die Kehrfahrzeuge nicht fahren. Denn sie arbeiteten mit Wasser, das bei den niedrigen Temperaturen gefrieren würde, sagte eine BSR-Sprecherin. "Alles muss per Hand gekehrt werden."

Täglich seien 2.100 Beschäftigte in mehreren Schichten im Einsatz. Sie müssten nun aber zusätzlich auch Glatteis und Schnee beseitigen. "Der Winterdienst hat absoluten Vorrang", sagte die Sprecherin. Bereits vollständig von Böller- und Raketenresten befreit seien unter anderem der Bereich rund um das Brandenburger Tor, der Ku'damm und der Potsdamer Platz.

Ebenfalls nach Berichten der "BZ" sind in Berlin mehrere Ampeln wegen der Käte ausgefallen. In Friedrichshain an der Neuen Bahnhofstraße, Ecke Boxhagener Straße hätte die Polizei den Verkehr regeln müssen. Auch an der Kreuzung Kynaststraße, Marktstraße und Boxhagener Straße in Rummelsburg war dem Bericht zufolge die Ampel ausgefallen.

An einigen Schulen in Berlin hat der erste Schultag nach den Weihnachtsferien mit Unterrichtsausfall begonnen, weil es in den Gebäuden zu kalt war. Nach einem Bericht der Berliner Morgenpost war nahezu jeder Stadtteil war betroffen. Die Kinder wurden nach Hause geschickt und der Unterricht fiel aus. Dem Bericht zufolge sollten die Anlagen am Montag repariert werden.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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