Ein Polizeibeamter trägt vor dem Kanzleramt in Berlin am 06.01.2016 einen gelben Postversand-Behälter durch den Schnee (Quelle: dpa)

Verdächtige Postsendung untersucht - Entwarnung nach Sprengstoffverdacht am Kanzleramt

Wegen einer verdächtigen Postsendung hat die Polizei am Mittwochmorgen das Bundeskanzleramt für rund zweieinhalb Stunden abgesperrt. Offenbar hatte ein Sprengstoffhund bei einem Vorab-Check der Post angeschlagen. Experten wurden jedoch nicht fündig.

Wegen des Verdachts auf Sprengstoff in einer Postsendung ist am Mittwochmorgen die Hauptzufahrt des Kanzleramts für zweieinhalb Stunden abgesperrt worden. Gegen 11 Uhr wurde Entwarnung gegeben: Es sei kein Sprengstoff gefunden worden, hieß es von der Bundespolizei.

Nach ersten Informationen hatte gegen 8.30 Uhr ein Sprengstoffhund bei der routinemäßigen Vorab-Überprüfung der eintreffenden Sendungen angeschlagen. Dabei befanden sich die Sendungen noch außerhalb des eigentlichen Kanzleramt-Areals. Sprengstoffexperten wurden angefordert, um die Sendungen zu untersuchen.

Von der Sperrung betroffen war vor allem die Hauptzufahrt des Gebäudekomplexes. Im Kanzleramt aber konnte weiter gearbeitet werden; die reguläre Kabinettssitzung begann wie geplant um 9.30 Uhr.

Sperrung bereits im Jahr 2010

Großalarm wegen eines verdächtigen Gegenstands hatte es am Kanzleramt bereits im Jahr 2010 gegeben. Damals hatte offenbar eine linksextremistische Gruppe aus Griechenland eine Paketbombe mit zündfähigem Mechanismus an die Kanzlerin gesandt. Die Bombe musste entschärft werden.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

Studio Frankfurt

Vom Landkreis Oder-Spree bis zur Uckermark: Das rbb-Regionalstudio Frankfurt (Oder) mit Nachrichten, Reportagen und Hintergründen aus der Region.  

Das könnte Sie auch interessieren

Ein Polizeibeamter geht am 25.08.2016 in Falkensee (Brandenburg) vor dem Bahnhof Seegefeld an einem Einsatzwagen vorbei. (Quelle: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert)

Wenige Tage nach Vorfall in Berlin - Polizei schießt in Falkensee einem Mann ins Bein

Weil ein Mann Selbsttötungsabsichten geäußert hatte, wurde in Falkensee (Havelland) die Polizei arlarmiert. Die sah sich dann selbst bedroht, als der Mann aggressiv wurde und einen pistolenähnlichen Gegenstand zog, wie es hieß. Daraufhin schoss einer der Beamten dem Mann ins Bein. Noch ist allerdings unklar, worum es sich bei dem Gegenstand handelte.

18-Jährige muss sich wegen Kindstötung verantworten und verdeckt ihr Gesicht mit einem Pappdeckel. (Quelle: dpa/Paul Zinken)

Prozess wegen Kindstötung - 18-Jährige fand ihre Schwangerschaft peinlich

Kurz vor dem Abi wird eine Schülerin schwanger. Doch sie redet mit niemandem darüber, weil es ihr "unangenehm und peinlich" ist. So schildert es die junge Frau am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht. Selbst die Geburt kann die 18-Jährige geheimgehalten, doch wenige Minuten später erstickt das Baby. Die Staatsanwaltschaft geht von Totschlag aus.

Großbaustelle wegen Betonkrebs (Quelle: dpa/Peter Endig)

Video: Abendschau | 24.08.2016 | Ulli Zelle - Betonkrebs auf der Autobahn A113

Die erst wenige Jahre alte Autobahn vom Britzer Tunnel zur Landesgrenze wird für die nächsten Jahre zur Baustelle. Der Straßenbelag des BER-Zubringers muss auf insgesamt 15 Kilometern saniert werden. Diagnose: Betonkrebs. Verkehrssenator Geisel zufolge ist die Ursache für die schnelle Baufälligkeit eine falsche Betonmischung.