Auerhahn in einer Winterlandschaft (Quelle: imago/Bernhardt)

Enkelgeneration nachgewiesen - Auerhühner zurück in Brandenburg

20 Jahre waren sie ausgestorben – nun entdeckten Fachleute Beweise für Nachfahren des seltenen Vogels in erster und zweiter Generation in Brandenburg. 2012 waren schwedische Artgenossen in der Niederlausitz ausgesetzt worden.

Nach der Freisetzung schwedischer Auerhühner in Brandenburg haben Fachleute Beweise für Nachkommen der seltenen Tiere in erster und zweiter Generation entdeckt. Damit geht es mit dem Auerhuhn in der Mark wieder bergauf.

Nach dem Erlöschen der Auerhuhn-Population in Brandenburg in den 90er Jahren sind die Tiere die ersten "echten" Brandenburger. "Ich freue mich sehr über diesen Erfolg, der selbst die kühnsten Erwartungen der Projektinitiatoren übertrifft", sagte Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Freitag laut Mitteilung.

Population soll auf 100 Vögel wachsen

Naturschützer hatten die Auerhühner in Schweden gefangen, um sie 2012 in den Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft und im Niederlausitzer Landrücken anzusiedeln. Dass die Neuankömmlinge inzwischen nicht nur Kinder, sondern sogar Enkel haben, wiesen Fachleute anhand von Federn aus Sandbädern nach. Der Mitteilung nach unterschieden sich die hohen Überlebensraten der in Schweden gefangenen Tiere deutlich von denen in vergleichbaren Projekten mit gezüchteten Vögeln beispielsweise aus Käfighaltung.

"Die aktuell auf etwa 30 bis 40 Tiere geschätzte Population und die gefundenen Nachkommen stimmen alle beteiligten Fachleute optimistisch", teilte das Umweltministerium weiter mit. Das sei "ein erster wichtiger Schritt hin zu einer erfolgreichen Wiederansiedlung dieser hoch bedrohten Vogelart".

Mittelfristig soll die Population auf 100 Tiere wachsen, dann kann sie sich selbst tragen. Solange wird Schweden Brandenburg noch weitere Auerhühner zur Verfügung stellen.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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