Blick auf einige eingezäunte Mülltonnen in der Rudolf-Seiffert-Straße, wo am Sonntagmorgen ein Leichnam entdeckt worden sein soll. (Quelle: dpa)
Video: Abendschau | 03.01.2016 | Andreas Jöhrens

Nach grausamer Tat in Lichtenberg - Berliner des Brudermordes beschuldigt

Nach dem gewaltsamen Tod eines 34-Jährigen in Berlin-Lichtenberg wurde jetzt dessen Bruder in die Psychiatrie eingewiesen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord aus Heimtücke vor. Der Beschuldigte hatte selbst Hinweise auf die Tat gegeben, das Opfer wurde dann am Sonntagmorgen in einer Mülltonne gefunden.  

Einen Tag nach der Entdeckung eines Toten in Berlin-Lichtenberg hat sich offenbar der Verdacht gegen dessen jüngeren Bruder erhärtet. Die Staatsanwaltschaft ließ ihn in die Psychiatrie einweisen. Ihm wird Mord aus Heimtücke vorgeworfen.

Am Montag hatte ein Gutachter den Zustand des 26-Jährigen beurteilt. Bereits vor der Untersuchung hieß es, es gebe konkrete Anhaltspunkte für eine psychische Störung des Verdächtigen.

Die Leiche des Bruders des Beschuldigten war am Sonntagmorgen in einer Mülltonne in einer Plattenbausiedlung gefunden worden. Laut Staatsanwaltschaft wurde der 34-Jährige erdrosselt.

Der Verdächtiger führte die Ermittler selbst auf die Spur

In der Nacht hatte ein Zeuge die Polizei alarmiert. Er berichtete, dass der 26-Jährige ihn angerufen und angekündigt habe, sich umbringen zu wollen. Außerdem habe er angedeutet, er habe seinen Bruder umgebracht.   

Die Polizisten fuhren daraufhin zu dem 26-Jährigen. Er habe dann auch der Polizei gegenüber vage Angaben gemacht. Als die Polizisten diesen nachgingen, fanden sie den Toten in der Mülltonne der Plattenbausiedlung in der Rudolf-Seiffert-Straße. Laut Staatsanwaltschaft stand der Müllbehälter in der Nähe der Wohnung des Opfers.

Die Ermittler vermuteten, dass der 34-Jährige in seiner Wohnung getötet und dann heruntergebracht wurde. Polizisten sicherten am Sonntagvormittag Spuren und befragten Anwohner. Die Angaben werden nun ausgewertet.

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