Ein ausgebrannter Regionalzug steht am 07.01.2016 in Berlin-Hellersdorf auf der Bahnstrecke nach Küstrin. (Quelle: rbb/Björn Haase-Wendt)
Video: Brandenburg aktuell | 07.01.2015 | Sonja Lüning

Strecke wieder frei - Ausgebrannter Zug abgeschleppt

Die Bahn hat den ausgebrannten Zug abgeschleppt, der seit Mittwochabend die Regionalbahnlinie 26 zwischen Berlin-Lichtenberg und Strausberg blockiert. Die Strecke nach Küstrin wurde am Nachmittag wieder freigegeben, wie die Niederbarnimer Eisenbahn bestätigte. Das Feuer wurde vermutlich durch einen Kurzschluss ausgelöst.

Nach dem Brand eines Regionalzuges in Berlin-Hellersdorf hat die Bahn das völlig ausgebrannte Wrack abgeschleppt. Die Regionalbahnstrecke 26 nach Kostrzyn (Küstrin) wurde am Donnerstagnachmittag wieder freigegeben, wie die Niederbarnimer Eisenbahn bestätigte. Zuvor mussten die Züge statt vom Berliner Bahnhof Lichtenberg in Strausberg (Märkisch-Oderland) starten.

Brandursache vermutlich Kurzschluss

Die Brandursache ist noch unklar. Die Bundespolizei geht nach Zeugenaussagen davon aus, dass das Feuer höchstwahrscheinlich auf einen Kurzschluss zurückzuführen ist. Das Feuer in dem Zug der Niederbarnimer Eisenbahn war am Mittwochabend in der Nähe des Berliner S-Bahnhofs Wuhletal ausgebrochen. Alle Fahrgäste blieben unverletzt.

Auch die S5 war nach dem Brand am Mittwochabend zunächst unterbrochen worden. Sie fuhr am Donnerstag nach Angaben der Deutschen Bahn aber wieder normal. Die S-Bahn nutzt laut Deutscher Bahn ein anderes Gleis als die Regionalbahn.

Feuerwehrleute stehen am 06.01.2016 in Berlin-Hellersdorf vor einem brennenden Regionalzug. (Quelle: Christopher Hams/dpa)
Die Feuerwehr löschte den Zug mit rund 80 Einsatzkräften.

Rauch quillt aus dem Schaltkasten

Ein Reisender hatte in dem Zug kurz nach Fahrtbeginn einen Schmauchgeruch bemerkt, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Daraufhin habe das Zugpersonal die Regionalbahn umgehend evakuiert. Die RB26 war um 19.37 Uhr vom Bahnhof Berlin-Lichtenberg gestartet. Keine halbe Stunde später wurde der verdächtige Geruch gemeldet, wie der Bundespolizeisprecher sagte.

Zeugen hätten später ausgesagt, dass sie Rauch aus einem Schaltkasten hervorquellen sahen. "Deshalb gehen wir zu diesem Zeitpunkt von einem Kurzschluss oder anderweitigen technischen Defekt als Brandursache aus", sagte der Sprecher. Gleichwohl ermittelte die Bundespolizei auch wegen der Möglichkeit eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Niemand verletzt - dank schneller Reaktion des Bahnpersonals

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Schätzungsweise 180 Fahrgäste konnten die Waggons zwischen den Bahnhöfen Wuhletal und Biesdorf unbeschadet verlassen. Die Bundespolizei lobte das "umsichtige Verhalten" des Bahnpersonals. Der Zug sei sofort auf freier Strecke angehalten worden. "Weitere Verzögerungen hätten Verletzungen bei den Reisenden bedeuten können", sagte der Bundespolizeisprecher mit Blick auf die schnelle Brandentwicklung.

Der Zugführer habe die Passagiere sicher zum nächstgelegenen Fußgängerüberweg und dann weiter zum S-Bahnhof Wuhletal geleitet. Trotz Schnee und Dunkelheit habe sich niemand verletzt. Die geretteten Passagiere hatten sich beim Eintreffen der Polizei bereits überwiegend auf die Weiterreise gemacht. Die Beamten trafen den Angaben zufolge nur noch 40 Reisende an, die sich aber individuell um ihre Weiterfahrt kümmerten und keine Hilfsangebote in Anspruch nahmen.

Feuerwehr mit 80 Rettungskräften im Einsatz

Der Brand mit meterhohen Flammen löste einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr aus. Die Feuerwehr war mit 80 Rettungskräften sowie 21 Fahrzeugen vor Ort, wobei die eingesetzten Sanitätswagen nicht benötigt wurden. Als das Feuer nach rund drei Stunden gelöscht war, war von dem Aufbau des Zugs nur noch ein verkohltes Gerippe übrig.

Die Niederbarnimer Eisenbahn AG ist ein nicht bundeseigenes, privates Unternehmen. Es bedient hauptsächlich Strecken im Osten und Nordosten Brandenburgs. Küstrin ist der einzige Zielbahnhof der NEB in Polen.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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