Eine Dinsaurier-Figur liegt am 27.05.2011 im ehemaligen Berliner Spreepark am Boden. (Quelle: imago / Sabine Gudath)

Grün Berlin will Bürger beteiligen - Führungen durch Berliner Spreepark noch in diesem Jahr

Seit gut einer Woche ist der Berliner Spreepark in der Hand der Berlin Grün GmbH. Jetzt hat die landeseigene Gesellschaft weitere Details zu ihrer Planung angekündigt: Noch in diesem Jahr soll es wieder Führungen durch den ehemaligen Vergnügungspark geben. Und im Frühjahr können die Berliner bei der Gestaltung des Parks mitreden.

Der geschlossene Berliner Spreepark soll noch in diesem Jahr für Besucher öffnen. Der Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH, Christoph Schmidt, sagte am Samstag, es solle möglichst bald Führungen über das weitläufige Gelände geben.

Interessierte Berlinerinnen und Berliner können zudem bald über die Zukunft des Parks mitberaten. Eine entsprechende Dialogveranstaltung sei im Frühjahr geplant, kündigte Schmidt an. Auch Vereine und Initiativen sollen zu Wort kommen. 

Die Grün Berlin GmbH hatte das fast 40 Hektar große Areal im Plänterwald zum Jahresstart vom Berliner Liegenschaftsfonds übernommen. Im Dezember hatte es bereits geheißen, dass die Gesellschaft nun ein neues Nutzungskonzept erarbeiten und damit auch Touristen anziehen wollen. Dabei solle auch das große Riesenrad wiederhergestellt werden. Einen Vergnügungspark soll es aber nicht mehr geben.

Noch kein Eröffnungstermin

Wann die ersten Besucher auf das Gelände dürfen, ist aber weiter offen. Zunächst sollen mögliche Sicherheitsrisiken beseitigt werden, dazu gehörten marode Gebäude und Fahrgeschäfte sowie Stolperstellen. Auch um den arsenverseuchten Boden muss sich der neue Betreiber kümmern. Für die Sanierung der Fläche im Spreepark stehen öffentliche Mittel zur Verfügung.

Im Februar 2015 hatte Berlins Finanzsenator Kollatz-Ahnen angekündigt, 10 Millionen Euro aus dem Sondervermögen zur Infrastruktur der wachsenden Stadt (SIWA) bereitzustellen. Nach Schätzungen der Berliner Immobilienmanagement GmbH wird davon etwa ein Drittel für den Spreepark, und zwei Drittel für das Eierhäuschen verwendet werden.

Vom VEB-Kulturpark zur Pleite

Der Spreepark war am 4. Oktober 1969 zum 20. Geburtstag der DDR eingeweiht worden. Der Volkseigene Betrieb (VEB) Kulturpark war demnach der einzige ständige Freizeitpark der DDR. Die Hauptattraktion bildete das 40 Meter hohe Riesenrad. Nach der Wende hatte die westdeutsche Schaustellerfamilie Witte den Park übernommen, war später aber Pleite gegangen. Das Erbbaurecht ging im April an das Land Berlin zurück, seitdem befindet sich der Park in einer Phase der Zwischennutzung und wurde zuletzt für temporäre Theateraufführungen oder als Filmkulisse genutzt.

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