Am 08.01.2015 ereignete sich B169 bei Cottbus ein schwerer Unfall zwischen einem Lkw und einem Pkw auf Grund von Glatteis. (Quelle: rbb Fernsehen/Brandenburg aktuell)
Video: Brandenburg aktuell | 08.01.2016 | Stephanie Teistler

Winterliche Straßenverhältnisse - Autofahrerin bei Cottbus tödlich verunglückt

Schneeglätte und überfrierende Nässe haben am Freitag vor allem in Brandenburg für zahlreiche Unfälle gesorgt. Nahe Cottbus verunglückte eine Autofahrerin bei einem Überholmanöver tödlich. In Berlin wurden nur wenige Unfälle registriert, dafür gab es erneut Probleme mit der S-Bahn.

Auf glatten Straßen ist es am Freitag Brandenburg zu einer Reihe von Verkehrsunfällen gekommen. In der Nähe von Cottbus verunglückte eine Autofahrerin tödlich. Sie hatte auf der B169 zwischen Schwarzheide und Brieske einen anderen Wagen überholt, als ihr Auto ins Schlingern geriet. Auf der Gegenfahrbahn stieß sie mit einem Lkw zusammen. Die 50-Jährige wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Rettungskräfte brachten sie in ein Krankenhaus, wo sie allerdings wenig später starb. Der Lastwagenfahrer blieb unverletzt.

Auch auf vielen anderen Straßen sorgten Schneematsch und Regen für überfrierende Nässe und glatte Fahrbahnen. Vor allem auf glatten, nicht geräumten Nebenstrecken gerieten Autofahrer ins Rutschen. Landesweit gab es bis zum Mittag 27 witterungsbedingte Unfälle.

Nur wenige Unfälle in Berlin

In Berlin fielen über Nacht mehrere Zentimeter Schnee, am Freitagmorgen mussten Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen wieder geräumt werden. Laut Polizei floss der Verkehr auf vielen Straßen langsamer als üblich. Auf der A100 galt am Vormittag ein Tempolimit von 60 Kilometer pro Stunde. Die Polizei registrierte nach eigenen Angaben am Morgen nur wenige Unfälle.

Einschränkungen wegen des Wetters gab es vor allem bei der S-Bahn. Nach einer Weichenstörung in Fredersdorf (Märkisch-Oderland) verspäteten sich Züge auf der Linie S5. Wie die S-Bahn mitteilte, verkehrte zudem die S85 nicht und die S47 nur zwischen Spindlersfeld und Schöneweide. Nach Angaben des Unternehmens sind durch die klirrende Kälte in den vergangenen Tagen vor allem ältere S-Bahn-Züge in Mitleidenschaft gezogen worden. "Wir mussten im Laufe der Woche ausdünnen", sagte ein Sprecher.

[S-Bahn auf Twitter]

Eisbrecher im Einsatz

Erstmals in diesem Winter wurde auch die deutsch-polnische Eisbrecherflotte losgeschickt. Ein Teil der Schiffe soll auf dem Dammschan See bei Stettin dafür sorgen, dass die Eisschollen in Bewegung bleiben. Ein anderer bricht Eis stromaufwärts zur Oder. Von den sechs Eisbrechern des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde sind jetzt fünf unterwegs. Der Einsatz dauert über das Wochenende an.

Der bei Reitwein (Märkisch-Oderland) seit Tagen festgefrorene polnische Schlepper samt Besatzung muss nach Angaben des Amtes weiter ausharren. "Das Schiff bleibt im Eis, bis es taut", sagte eine Sprecherin.

Weiterhin überfrierende Nässe möglich

Auf den Straßen könnte es auch in den nächsten Tagen glatt werden: Bei Temperaturen in Berlin und Brandenburg rund um den Gefrierpunkt soll es vor allem im Norden Brandenburgs weiter regnen. Gleichzeitig frischt der Wind gegen Abend auf. [Wetterübersicht für Berlin und Brandenburg]

Mit Informationen von Miriam Keuter

Berlin und Brandenburg im Winter-Wunder-Ärger-Land

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