Ein Flatterband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung" (Quelle: dpa)

Täuschend echter Überfall auf Handy-Shop - Musikvideo-Dreh ruft Berliner Polizei auf den Plan

Eine Passantin in Alt-Hohenschönhausen sah am Donnerstagnachmittag drei Maskierte und einen Mann, der in einem Handyladen in der Hauptstraße am Boden lag. Sie rief die Polizei. Als die Beamten mit gezogener Dienstwaffe anrückten, stellte sich heraus, dass hier nur ein Musikvideo gedreht wurde. Die Polizei kam aber trotzdem nicht umsonst.

Sechs junge Männer haben in Alt-Hohenschönhausen einen Raubüberfall für ein Musikvideo so gekonnt nachgestellt, dass plötzlich Polizisten mit gezogenen Dienstwaffen vor ihnen standen. Eine Passantin meldete am Donnerstagnachmittag, dass drei Maskierte ein Handygeschäft ausraubten und ein Mann am Boden liege, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Als die Beamten ankamen, liefen gerade zwei maskierte Männer mit einem Messer und prall gefüllten Tüten aus dem Laden. Vier weitere Männer waren im Shop.  

Überprüfung der Personalien hatte Erfolg

Als die Polizisten die vermeintlichen Räuber festnehmen wollten, kam der 38-jährige Filialleiter auf sie zu und erklärte, dass es sich nicht um einen Überfall, sondern um einen Videodreh handelte. Die sechs beteiligten Männer im Alter zwischen 20 und 26 Jahren durften gehen.

Der Polizeieinsatz war allerdings nicht völlig umsonst: Die Überprüfung der Personalien des Filialleiters ergab, dass er in fünf Fällen zur Fahndung ausgeschrieben war. Nähere Angaben machte die Polizei dazu nicht, der Mann kam nach der Zahlung von Bußgeld wieder auf freien Fuß.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

Studio Frankfurt

Vom Landkreis Oder-Spree bis zur Uckermark: Das rbb-Regionalstudio Frankfurt (Oder) mit Nachrichten, Reportagen und Hintergründen aus der Region.  

Das könnte Sie auch interessieren