Polizeifahrzeuge stehen am 26.12.2015 in Berlin im Bezirk Wedding. Bei einem Angriff auf vier Männer ist eines der Opfer getötet worden (Quelle: dpa)

Zehn Tage nach dem Angriff in Berlin - Nach Weddinger Blutbad stellen sich die Gesuchten

Am zweiten Weihnachtstag sind in Berlin-Wedding vier Männer aus einer bosnischen Familie angegriffen worden – einer von ihnen starb, die anderen wurden verletzt. Die Täter flüchteten und wurden zur Fahndung ausgeschrieben. Jetzt haben sich die Gesuchten der Polizei gestellt.

Zehn Tage nach dem tödlichen Angriff in Berlin-Wedding haben sich die mutmaßlichen Täter gestellt. Sieben Männer meldeten sich bei der Staatsanwaltschaft, nach sechs von ihnen war bereit gesucht worden. Die Männer im Alter zwischen 22 und 46 Jahren sitzen jetzt in Untersuchungshaft, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner am Dienstag bestätigte. Den mutmaßlichen Angreifern werde gemeinschaftlicher Mord, Mordversuch und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Täter griffen Opfer auf offener Straße an

Die Männer werden beschuldigt, am 26. Dezember vier Männer mit Messern und Pistolen angegriffen zu haben. Nach Erkenntnissen der Polizei fuhren die Täter in der Hochstädter Straße vor und griffen ihre Opfer an, als diese gerade ein Haus verlassen hatten.   

Eins der Opfer starb, die drei anderen wurden schwer verletzt. Die Angreifer flüchteten in mehreren Autos. Die Opfer gehören alle zu einer Familie.

Polizei: Opfer und Täter kannten sich

Die Polizei bestätigte bisher nicht, dass es sich bei dem blutigen Angriff um eine Familienfehde handelte. Die Opfer hätten allerdings die Täter gekannt: Die Fahndung nach den Männern wurde nach der Vernehmung der Opfer eingeleitet. Nach Angaben aus Justizkreisen stammen beide Seiten aus Bosnien-Herzegowina, zwischen den beiden rivalisierenden Großfamilien soll es schon früher Streit gegeben haben.

Die Verdächtigen meldeten sich laut Staatsanwaltschaft nun nach und nach mit Anwälten bei der Polizei. Am Montag habe sich der Siebente gestellt, hieß es.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

Studio Frankfurt

Vom Landkreis Oder-Spree bis zur Uckermark: Das rbb-Regionalstudio Frankfurt (Oder) mit Nachrichten, Reportagen und Hintergründen aus der Region.  

Das könnte Sie auch interessieren

Rüdiger Weida von der "Kirche der fliegenden Spaghettimonster" steht neben seinem Schild "Nudelmesse" in Templin (Brandenburg) und im Hintergrund ist das Schild der katholischen und evangelischen Kirche zu sehen (Quelle: dpa/Patrick Pleul)

Spaghettimonster legen Berufung ein - Krieg der Schilder geht in die nächste Instanz

Seit fast zwei Jahren dauert der Streit an: Die "Kirche des fliegenden Spaghettimonsters" will genauso wie die etablierten Kirchen in Templin Schilder für ihre Messen aufhängen – und ist dafür sogar vor Gericht gezogen. Die Niederlage will der Vorsitzende nicht akzeptieren und legt Berufung ein. Doch nicht nur das: Er stellte auch Strafanzeige. Von Anika Hüttmann