Reisende ziehen im Januar 2016 ihre Koffer durch den Schnee (Quelle: dpa)

Fahrt von Berlin nach Hamburg und Hannover dauert länger - Neuer Schnee bremst ICE-Züge aus

"Emma" ist ganz besonders kratzbürstig: Das Tief bringt seit Freitag nicht nur neuen Frost, sondern auch Schnee und Sturm. Die Deutsche Bahn warnte bereits am Donnerstag, dass es zu Verspätungen kommen wird - und hat den Schnellzügen ein langsameres Tempo verordnet. Eisklumpen können die Bahnen beschädigen.

Bahnfahrer, die in den nächsten Tagen von und nach Berlin reisen, müssen sich auf längere Fahrzeiten einstellen. Weil es einen neuen Wintereinbruch geben soll, hat die Deutsche Bahn ab Freitag für ihre ICE-Hochgeschwindigkeitszüge ein Tempolimit angeordnet. Die Züge fahren dann maximal 200 Kilometer pro Stunde, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Betroffen sind von Berlin aus die Verbindungen nach Hamburg und Hannover. Weitere Strecken, auf denen die ICE-Züge verlangsamt fahren sind: Hannover-Würzburg, Mannheim-Stuttgart, Karlsruhe-Offenburg-Basel, Köln-Frankfurt, Köln-Aachen, Nürnberg-Ingolstadt-München, und Erfurt-Halle/Leipzig.

Herabfallende Eisbrocken schleudern Steine hoch

Nach Angaben der Bahn sammeln sich Schnee und Eis während der Fahrt am Unterboden der Züge an. Fallen dann Eisbrocken auf den Schotter, fliegen Steine und Eis wieder gegen die Fahrzeuge. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten drohen dann Schäden an den Wagen.

Die Fahrzeiten verlängern sich durch das Tempolimit je nach Strecke um 10 bis 35 Minuten. Die Verlängerungen sollten laut Bahn noch am Donnerstag in den Auskunftssystemen der Bahn erscheinen.

Handschuhwetter mit Tief "Emma"

Trotz des neuerlichen Wintereinbruchs ist der Verkehr auf Brandenburgs Straßen am Freitag zunächst ohne größere Unfälle gelaufen. Nur drei wetterbedingte Unfälle zählte das Lagezentrum des Innenministeriums in Potsdam am Morgen. "Das entspricht einem normalen Wintertag", sagte ein Sprecher. Verletzte gab es keine. Alle Beteiligten kamen mit dem Schrecken und Blechschäden davon.

Auch am Wochenende soll in Deutschland gebietsweise Schnee fallen - davon sind Berlin und Brandenburg laut Vorhersage aber eher nicht betroffen.

Die Temperaturen liegen am Freitag tagsüber noch knapp über null Grad, am Wochenende sinken sie auch im Flachland meist unter den Gefrierpunkt. Nachts friert es ohnehin überall.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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