Eine Mutter begleitet ihren Sohn auf dem Fahrrad (Quelle: dpa)

Bund plant Gesetzesänderung - Gegenverkehr auf dem Fußweg

Radelnde Kinder müssen bis zum achten Lebensjahr den Gehweg benutzen. Ihre Eltern, die daneben radeln, dürfen das nicht – sie müssen auf der Straße bleiben. Nun will Bundesverkehrsminister Dobrindt diese Vorschrift ändern. Finden Sie das sinnvoll? Stimmen Sie ab in unserem Voting.

Auf den Gehwegen in Berlin und Brandenburg könnte es bald voller werden: Das Bundesverkehrsministerium plant, die Bürgersteige für erwachsene Radfahrer freizugeben, die radelnde Kinder begleiten. Eine entsprechende Änderung der Straßenverkehrsordnung stimmt das Dobrindt-Ministerium derzeit mit Verbänden und den Bundesländern ab. Die Berliner Senatsverwaltung für Verkehr ist laut einem Bericht der Berliner Zeitung für diese Neuregelung.

"Durch die Zulassung der Begleitung kann die Aufsichtspflicht besser gewahrt werden, dadurch wird auch die Verkehrssicherheit erhöht", zitiert das Blatt die Sprecherin der Senatsverwaltung. Bislang gilt: Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, ältere Kinder bis zum zehnten vollendeten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen. Erwachsene dürfen das bislang nicht.

Es gibt allerdings Bedenken

Gegen die Gesetzesnovelle könnte sprechen, dass sich möglicherweise die Kollisionen zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern erhöhen. Die Berliner Polizei registrierte im vergangenen Jahr 469 solcher Unfälle auf Fußwegen, die Dunkelziffer sei hier allerdings hoch, denn nicht jeder Unfall werde auch angezeigt.

Die Senatsverwaltung entgegnet auf diese Befürchtungen: Laut der neuen Vorschrift müssen die Erwachsenen, die künftig auf dem Gehweg radeln dürfen, weiterhin besondere Rücksicht auf Fußgänger nehmen.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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