Symbolbild: Eine Maschine von Ryanair auf dem Flugfeld(Quelle: dpa)

Zwischenfall am Flughafen Schönefeld - Pilot landet außerplanmäßig wegen betrunkener Passagiere

Zwölf Briten wollten in Bratislava einen Junggesellenabschied feiern. Doch schon im Flieger auf dem Weg dahin benahm sich die betrunkene Reisegruppe so daneben, dass der Pilot außerplanmäßig in Berlin-Schönefeld landen musste. Sechs der Männer mussten das Flugzeug verlassen - sie müssen nun mit einer saftigen Geldstrafe rechnen.

Für sechs Männer aus dem englischen Southhampton könnte der Trip zu einem feucht-fröhlichen Junggesellenabschied nach Bratislava einen gewaltigen Kater nach sich ziehen. Zusammen mit sechs weiteren Kumpanen bestieg die britische Reisegruppe laut Bundespolizei in London eine Maschine des Billigfliegers Ryanair.

Die 25 bis 28 Jahre alten Männer waren schon während des Fluges offenbar massiv betrunken. Sie standen immer wieder auf und tobten in der Maschine herum, einer der Männer habe sich sogar ausgezogen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Anweisungen der Crew ignorierten sie dabei. Als das Bordpersonal sich schließlich weigerte, ihnen weitere alkoholische Getränke zu verkaufen, seien die Männer aggressiv geworden.

Den Männern droht Geldbuße von bis zu 25.000 Euro

Der Pilot der Maschine fürchtete um die Sicherheit an Bord und entschloss sich, das Flugzeug außerplanmäßig am Flughafen Schönefeld zu landen. Dort warteten bereits die Sicherheitsbehörden auf dem Rollfeld. Bundespolizisten führten sechs der zwölf Männer aus dem Flugzeug und schrieben auf der Wache Anzeigen gegen sie wegen Verstößen gegen das Luftsicherheitsgesetz. Danach durften die Männer wieder gehen.

Ryanair-Sprecher Robin Kiely erklärte: "Wir werden zu keiner Zeit ausfallendes oder störendes Verhalten tolerieren."

Für die sechs jungen Engländer wird der verpatzte Junggesellenabschied nun ein teures Nachspiel haben: Ihnen droht eine Geldbuße in Höhe von bis zu 25.000 Euro. Obendrauf könnten noch zivilrechtliche Ansprüche der Airline kommen. Ob die Männer in Berlin eine andere Maschine bestiegen, um noch nach Bratislava zu kommen, ist nicht bekannt.

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