Screenshot von openpetition.de mit einem Bild von Diensthund Sam (Quelle: openpetition.de)

Polizei wehrt sich gegen Kritik - "Sam geht es gut"

Die Trennung des Polizeihundes Sam von seinem kranken Hundeführer hat scharfe Proteste im Netz ausgelöst. Eine Online-Petition, die sich dafür einsetzt, dass Sam zu seinem Herrchen zurückkommt, haben bereits über 12.000 Menschen unterschrieben. Die Berliner Polizei beschwichtigt indes: Sam gehe es gut in der neuen Familie.

Scharfer Protest im Netz und eine Online-Petition an Berlins Polizeipräsidenten Klaus Kandt: Die Trennung des Polizeihundes Sam von seinem erkrankten Diensthundführer schlägt hohe Wellen. Die Berliner Polizei wehrt sich nun gegen die Vorwürfe. Das Vorgehen sei notwendig, und Hund Sam gehe es gut, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Laut Polizei ist es nichts Ungewöhnliches, dass Diensthunde in begründeten Fällen zwischen den Hundeführern ausgetauscht werden. Das habe sich bisher nicht nachteilig auf die Tiere ausgewirkt. "Der Hund Sam wurde Mitte Januar einem anderen Kollegen übergeben und in dessen Familie schnell und gut integriert. Am Verhalten des Hundes nach dem Wechsel ist zu erkennen: Er fühlt sich wohl", hieß es weiter.

Polizei: Diensthunde dürfen nicht zu lange inaktiv sein

Diensthunde würden sorgfältig ausgewählt und in einer teuren Ausbildung trainiert, um dann in den Dienstalltag integriert zu werden. Es sei zudem wichtig, dass die Hunde nicht über einen längeren Zeitraum inaktiv seien, da dies zu Leistungsverlusten führen könne.

Bis zum Donnerstagnachmittag hatten bereits mehr als 12.500 Menschen die Petition [Link zu openpetition.de] unterzeichnet, die eine Rückgabe von Sam an seinen bisherigen Hundeführer fordert. Drei Jahre schoben Sam und sein Herrchen demnach gemeinsam Dienst, bis der Polizist krank wurde und derzeit keinen Außendienst leisten kann.

Die Initiatoren der Petition kritisierten außerdem, dass es dem kranken Hundeführer nicht möglich gewesen sei, Sam seinem Dienstherren abzukaufen. Der Berliner Polizei zufolge ist dies nur möglich, wenn der Hund aus Alters- oder Gesundheitsgründen nicht mehr eingesetzt werden kann. "Dies kommt im vorliegenden Fall nicht in Betracht, da einerseits der Hund gesund und einsatzfähig ist und überdies Bedarf für andere Diensthundführer bestand."

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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